Sammelrezension

Evermore – Der Stern der Nacht & Für immer und ewig

Titel Evermore- Der Stern der Nacht & Für immer und ewig
Reihe Evermore
Band 5. & 6. Band
Autor Alyson Noel
Übersetzer Ariana Böckler
Illustrator
Verlag Page & Turner
Erschienen als Broschiertes Taschenbuch
Genre Fantasy, Jugendbuch
Preis 7,99€
Seitenzahl 352 & 416 Seiten
Bewertung

Kennt ihr diese Reihen, die großartig beginnen und dann langsam aber sicher an Biss verlieren? So ging es mir mit den Evermore-Bänden. Nach dem schwachen vierten Band ging es mit den beiden letzten Bänden immerhin wieder bergauf.

Ich wollte die Evermore-Reihe wirklich mögen. Die Idee der Seelenverwandten, die auch über den Tod hinaus immer wieder unbestreitbar zueinanderfinden, übte eine gewisse Anziehungskraft auf mich auf. Je weiter die Reihe voranschritt, desto mehr fesselte mich die Idee der Anderswelt – hier Sommerwelt genannt. Auch die Idee mit der Unsterblichkeit, die nicht – wie so oft in der Jugendliteratur – auf Vampirismus fußte, konnten mich begeistern. Doch nach einem grandiosen ersten Band und einem tollen zweiten Band folgten zwei schwache Bände, deren Inhalt zu wünschen übrig ließ und der Wendungen präsentierte, die die Reihe gar nicht gebraucht hätte.

Evermore ist eine Reihe, die stark startet und dann plötzlich nachlässt

Entsprechend froh war ich, als ich merkte, dass Band 5 endlich wieder eine tragende Rolle für die Gesamthandlung zeigte und sich nicht nur in Nebensächlichkeiten verlor, die der Reihe den faden Beigeschmack einer zu stark in die Länge gezogener Geschichte gaben. Zwar wurde in Evermore – Der Stern der Nacht viele Vorbereitungen für den finalen Showdown geleistet, immerhin machte die Geschichte dadurch aber wieder Fortschritte. Band 6, Evermore – Für immer und ewig, knüpfte nahtlos am fünften Band ab und fand einen zumindest befriedigendes Ende, das viele lose Fäden knöpfte und ein stimmiges Gesamtbild erzeugte. Zwar war die Auflösung in meinen Augen nicht ganz rund, allerdings passte sie gut zu den unzähligen Nebenschauplätzen der Reihe. Interessant fand ich jedoch die alchemischen und philosophischen Ansätze, die in die Reihe eingeflossen sind.

Evermore strotzt nur so vor Drama

Was mich am Abschlussband der Reihe – und auch so manchen Stellen der Zwischenbände – enorm gestört hat: überall versteckt sich Drama. Ob es der Handlungsstrang mit Haven ist, oder Damen, der auf Abwege gerät und sein eigenes Ding machen will, das Drama hat stellenweise einfach Überhandgenommen und die Handlung meiner Meinung nach mehr gestört, als unterstützt.

In meinen Augen hätte die Autorin statt einer sechsbändigen Reihe einfach eine Trilogie mit weniger Handlungssträngen schreiben können. Dadurch hätte sie den Eindruck aus dem sehr starken ersten Band beibehalten und mit ihrer großartigen Plotidee samt Weltenaufbau bei mir punkten können.

Habt ihr die Evermore-Reihe komplett gelesen? Teilt mir eure persönliche Meinung zur Reihe doch in den Kommentaren mit!

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