Titel Wie Sterne so golden Reihe Luna-Chroniken Band 3. Band Autorin Marissa Meyer Übersetzerin Astrid Becker Illustrator:in – Verlag Calsen Erschienen als Hardcover Genre Märchenadaption, Dystopie, Fantasy Preis 9,99 € (als e-book) Seitenzahl 576 Seiten Bewertung

Die Luna-Chroniken sind und bleiben für mich ein echtes Highlight! Mit Band drei, Wie Sterne so golden, baut Marissa Meyer die Reihe noch weiter aus und bringt mit Rapunzel alias Cress eine neue, wunderbar eigenwillige Figur ins Spiel. Schon nach wenigen Seiten war ich wieder völlig im Sog der Geschichte und musste das Buch mehrfach bewusst zur Seite legen, weil der Lesefluss einfach nicht enden wollte. Meine vollständige Meinung gibt es hier:
Die Rapunzel-Variante gefällt mir unglaublich gut: Die Hackerin Cress, komplett alleingelassen im Satelliten, ist liebenswert, tollpatschig und voller Hoffnung. Wie alle Märchenelemente in der Reihe ist auch Cress‘ Story genial modern und originell umgesetzt. Die Autorin verflechtet die Einzelgeschichten von Cinder, Scarlet und Cress kunstvoll miteinander – die Handlungsstränge führen zusammen, trennen sich wieder und ergeben ein Gesamtbild, das mich immer wieder überrascht. Die Welt bleibt düster-dystopisch, actiongeladen und gleichzeitig voll feiner emotionaler Momente.
Eine große Stärke von Wie Sterne so golden ist (wie auch in den anderen Bänden) das Figurenpersonal
Besonders stark ist für mich die Charakterentwicklung: Cress wächst über sich hinaus, Thorne ist einfach fantastisch (ja, ich habe einen kleinen Leser-Crush!) und Wolf, Cinder und Scarlet bekommen weiterhin genug Raum, um spannende Beziehungen und Konflikte auszuleben. Iko bleibt meine sarkastische Lieblings-Androidin, und auch die Nebenfiguren sind wie immer herrlich vielschichtig. Die Bösewichte sorgen für ordentlich Zug auf der Handlung, ohne zu dominant zu sein. Schön ist, wie starke Frauenrollen wie Cress und die Großmutter der Rebellion das Geschehen prägen.
Der dritte Band ist actionreich, voller Twists und Momente, bei denen man denkt: Noch mehr geht doch gar nicht – und doch, Marissa Meyer legt immer noch eine Schippe drauf. Die Gruppe wird im Verlauf der Geschichte getrennt, was ich normalerweise gar nicht mag, aber hier macht es die Story erst richtig spannend und atemlos. Die Mischung aus Liebe, Verrat, Hoffnung und Kampf für das Gute ist absolut gelungen und hält das Tempo hoch.
Wie Sterne so golden ist für mich der stärkste Band der Reihe bisher: clevere Märchenadaption, grandiose und liebenswerte Figuren, eine spannende Handlung und ein Setting, das mich jedes Mal aufs Neue begeistert. Wer moderne Märchen und Sci-Fi mag, muss diese Reihe einfach lesen. Ich freue mich schon riesig auf das Finale und bin absolut süchtig nach dieser Welt!