Titel Wütender Sturm Reihe Die Farben des Blutes-Reihe Band 4. Band Autorin Victoria Aveyard Übersetzerin Birgit Schmitz Illustrator:in – Verlag Carlsen Verlag Erschienen als Hardcover Genre Fantasy Preis 13,00 € (als Taschenbuch) Seitenzahl 784 Seiten Bewertung
Der vierte Band Wütender Sturm hat mich ehrlich gesagt mit gemischten Gefühlen zurückgelassen. Während mich die ersten beiden Bände sehr gut überzeugen konnten, krieselt es seit Band drei. Warum das für mich im finalen Band auch so war, liest du hier:
Wie auch schon in Goldener Käfig, hatte ich auch in Wütender Sturm so meine Probleme mit den Längen im Buch. Die erste Hälfte zieht sich, was angesichts von Mares Gefangenschaft zwar logisch und atmosphärisch passend ist, aber das Lesen etwas zäh macht.
Ein würdiger, wenn auch schwieriger Abschluss
Im Verlauf gewinnt die Handlung jedoch deutlich an Fahrt: Mare und die Scharlachrote Garde kämpfen weiter für ihre Ziele, wobei Cals Entscheidung tiefgreifende Auswirkungen zeigt. Mare tut alles, um ihr großes Ziel zu erreichen, und wir erleben ihre Gedanken- und Gefühlswelt erneut sehr intensiv und nah. Besonders spannend fand ich die neuen Perspektiven von Evangelina und Iris, die frische Einblicke in die Handlung bringen und Charaktertiefe erhöhen.
Die politischen Entwicklungen sind eine gelungene Abwechslung zu den Kämpfen, auch wenn mir der Wendepunkt im Plot etwas zu schnell kam. Interessanterweise ging es den Figuren ähnlich, was die Verwirrung im Lesefluss nachvollziehbar macht.
Die Auflösung ist logisch, wenn auch etwas plötzlich, und der Epilog sorgt trotz des offenen Endes für ein zufriedenstellendes Gefühl – als Happy End-Fan war ich damit sehr glücklich.
Insgesamt ist Wütender Sturm ein solider Abschluss einer spannenden Reihe. Die Figurenentwicklung ist weiterhin stark, das Worldbuilding interessant und die Wendungen spannend. Für alle Fans dystopischer Fantasy ist die Reihe empfehlenswert, auch wenn der letzte Teil nicht ganz an die Spannung der Auftaktbände heranreicht.