Rezension

Wie Blut so rot

Titel Wie Blut so rot
Reihe Luna-Chroniken
Band 2. Band
Autorin Marissa Meyer
Übersetzerin Astrid Becker
Illustrator:in
Verlag Calsen
Erschienen als Hardcover
Genre Märchenadaption, Dystopie, Fantasy
Preis 9,99 € (als e-book)
Seitenzahl 432 Seiten
Bewertung
Wie Blut so rot
Wie Blut so rot

Ich habe den zweiten Leseabschnitt nahezu inhaliert – selten habe ich eine so packende und schlüssig weitergeführte Fortsetzung gelesen. Die Luna-Chroniken sind einfach super lebendig geschrieben und machen richtig süchtig. Diesmal geht es los mit Scarlett und ihrer Großmutter – eine neue Protagonistin mit Rotkäppchen-Vibes, und obwohl das Märchen nicht zu meinen Liebsten gehört, hat mir diese Sci-Fi-Variante total gut gefallen und mich sofort gepackt. Mehr erfährst du hier:

Das Setting bleibt weiterhin außergewöhnlich und atmosphärisch: In Wie Blut so rot zieht es uns nach zu einem abgelegenen Hof nach Frankreich, auf dem unsere Protagonistin Scarlett mit ihrer Großmutter lebt. Eingebettet in dystopische Städte, Sci-Fi-Elemente wie Raumschiffe wird hier das Märchen um Rotkäppchen modern interpretiert. Und wie! Besonders die Verknüpfung der Handlungsstränge – Cinder ist auch wieder mit dabei – sorgt für Spannung und hat mich auch im Reread wieder mehrfach überrascht. Die Umsetzung mit dem Wolfsrudel ist grandios und die Idee, die Großmutter als mutige Rebellin einzubauen, bringt eine tolle neue Facette ein.

Das Figurenpersonal wird in Wie Blut so rot super ergänzt

Scarlett ist eigenwillig, tough und voller Herzblut – ein guter Gegenpol zu Cinder. Am Anfang war ich leicht verwirrt, weil anstelle von Cinder Scarlett direkt im Mittelpunkt steht. Allerdings wird schnell aufgelöst, wie alles zusammenhängt. Wolf als Figur ist super faszinierend; dual und manchmal unheimlich. Besonders gefallen hat mir, wie er sich im Lauf der Story weiterentwickelt. Captain Thorne ist einfach herrlich sarkastisch. Iko als ironisch-witziges Schiff ist mein heimlicher Liebling. Die Vielfalt und das Miteinander der Figuren sind ein echtes Highlight in diesem Band.

Die Handlung ist rasant und es gibt durchgehend spannende Wendungen. Ich wollte eigentlich zwischendurch Pause machen, aber das Buch ließ mich nicht los. Die Entwicklungen – vom Verschwinden der Großmutter, Wolfs Rolle und all die Geheimnisse rund um Kai und die Mondwesen – sind clever konstruiert und fügen sich am Ende schlüssig zusammen. Besonders der große Showdown und das Zusammenführen der Stränge haben mich wieder sehr begeistert.

Wie Blut so rot ist eine starke Fortsetzung: viel Tempo, authentische neue Figuren, clevere Märchenmotive und eine mitreißende Story, die ein schönes Gleichgewicht aus Action, Gefühl und Spannung bietet. Ich liebe die Verbindung der Märchen-Adaptionen und kann es kaum erwarten, direkt weiterzulesen. Die Luna-Chroniken sind einfach ein modernes Märchen-Highlight!

Andere Beiträge

Rezension

Kingdom of the Wicked-Trilogie

Selten habe ich eine Fantasy-Reihe gelesen, die so atmosphärisch und gleichzeitig erfrischend anders war. Das für mich größte Highlight? Dass Kerri Maniscalco italienische Mythen in die Geschichte eingewoben hat. Das hatte ich so bisher noch in keinem Fantasybuch gefunden. Wie ich die Reihe im Detail finde, liest du hier:

Weiterlesen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

*

Ich stimme zu