Rezension

Der Rosie-Effekt

Titel Der Rosie-Effekt
Reihe Rosie-Reihe
Band 2. Band
Autor Graeme Simsion
Übersetzer Annette Hahn
Illustrator
Verlag Fischer Verlag
Erschienen als Taschenbuch
Genre Roman
Preis 9,99€
Seitenzahl 448 Seiten
Bewertung
Der Rosie-Effekt
Der Rosie-Effekt

Da mich Das Rosie-Projekt beim Lesen damals aufgrund seines Figurenpersonals so sehr begeistern konnte, musste ich einfach zu Der Rosie-Effekt greifen. Allerdings muss ich sagen, dass der Folgeband nicht in allen Punkten mithalten konnte.

Was ich an Das Rosie-Projekt so sehr mochte, war die die unkonventionelle Art des Romans. Denn mit Don hat Graeme Simsion einen außergewöhnlichen und liebenswerten Charakter geschaffen, der es komplett ohne Klischees schafft, ein authentisches Bild eines Autisten zu erschaffen, der seinen Alltag auf einzigartige Weise meistert. Glücklicherweise ist Don auch in Der Rosie-Effekt realistisch geblieben, ohne Klischees zu bedienen.

Wie auch in Das Rosie-Projekt stellen Gefühlsbindungen für Don in Der Rosie-Effekt ein Problem dar

Was mir direkt zu Beginn des zweiten Teils positiv aufgefallen ist: Auch trotz seiner Hochzeit mit Rosie stellen Gefühlsbindungen für Don immer noch ein großes Problem dar. Umso heftiger trifft es Don, als er von Rosies Schwangerschaft erfährt. Denn durch sie wird nicht nur sein liebgewonnener Alltag mit seiner Ehefrau durcheinandergebracht, er sieht sich auch vor der Herausforderung, eine Bindung zu seinem ungeborenen Kind aufzubauen und stellt fürchterliche Zukunftsprognosen für seine Fähigkeit, ein guter Vater zu sein an. Während er versucht, seine eigenen Ängste zu handhaben und Rosie in der Schwangerschaft bestmöglich zu unterstützen, flüchtet er sich im Zuge des Romans in einige Ausflüchte und Lügen. Diese stehen zwar in vielen Fällen im Gegensatz zum Aspergersyndrom, erfüllen an dieser Stelle für mich jedoch eine übergeordnete Logik: Rosie nicht zu stressen.

Während Don mich wieder begeistern und überzeugen konnte, hat Rosie es in diesem Band nicht geschafft, mich von sich zu überzeugen. Sie kam mir sehr egoistisch und unsympathisch rüber. Während ich im ersten Band ihren Witz so schätzte und auch ihren liebevoll-charmanten Umgang mit Don sehr positiv aufgenommen habe, war sie in Der Rosie-Effekt einfach ein Biest und hat mich stellenweise mit ihren Reaktionen einfach enttäuscht.

Alles in allem hatte ich bei der Lektüre von Der Rosie-Effekt wieder meinen Spaß beim Lesen und bin nur zu gerne wieder Gast in Dons Gefühlswelt gewesen.

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