Rezension

Die Hüter der Rose

Titel Die Hüter der Rose
Reihe Waringham-Saga
Band 2. Band
Autor Rebecca Gablé
Übersetzer
Illustrator
Verlag Bastei Lübbe
Erschienen als Taschenbuch
Genre Historischer Roman
Preis 12,90e
Seitenzahl 1120 Seiten
Bewertung
Die Hüter der Rose
Die Hüter der Rose

Historische Romane und ich? Große Liebe! Historische Romane von Rebecca Gablé und ich? Nicht zu übertreffen. Warum und was mich an Die Hüter der Rose besonders begeistern konnte, verrate ich dir hier.

Ich erinnere mich noch an meine Reaktion auf Das Lächeln der Fortuna, mein erster Lesekontakt mit dem unglaublichen Schreibstil und Detailliebe von Rebecca Gablé. Ich war einfach hin und weg. Da mir besonders Robin, der Protagonist des ersten Teils, unfassbar ans Herz wuchs, war ich gespannt und ein klein wenig ängstlich, wie mir Die Hüter der Rose gefallen würde, da er hier nicht mehr im Vordergrund steht. Doch meine Sorge war absolut unbegründet, da seine Söhne – allen voran John, der der neue Protagonist wird – faszinierende Figuren sind.

John Waringham ist eine Figur, die ich direkt ins Herz geschlossen habe

Wie schon sein Vater Robin vor mir, hat sich John direkt in mein Leserherz geschlichen. Seine Geschichte ist schwierig, denn als jüngster von drei Söhnen wird er niemals den Titel seines Vaters erben und steht im ständigen Schatten seiner großen und ruhmreichen Brüder. Als er dann noch befürchtet, ins Kloster geschickt zu werden, reißt John aus und macht sich alleine auf den Weg zum König, um ein Ritter im Dienste des Hauses Lancaster zu werden.

Was sich entwickelt, ist eine spannende und zugleich realistisch wirkende Lebensgeschichte. Gepaart mit Schicksalsschlägen, persönlichen Triumphen und viel geschichtlichem Input, entwickelt Die Hüter der Rose einen Sog, dem ich mich nicht entziehen konnte. John ist dabei ein sehr angenehmer und bodenständiger Protagonist, der mit Köpfchen zu bestehen weiß und mit der Hochzeit seiner Herzdame auch mal ordentlich gegen gesellschaftliche Regeln verstößt. Doch nicht nur John konnte mich überzeugen, auch Rebecca Gablés Schreibstil und Hintergrundarbeit.

Die Hüter der Rose besticht durch erstklassige Charaktere, einen grandiosen Plot und Authentizität

Wer meinen Blog eine Weile liest, weiß, dass ich gute historische Romane unglaublich gerne lese. Bedingt durch mein Germanistikstudium dürfen diese sehr gerne richtig dick, ausführlich recherchiert und dadurch echt authentisch sein. Und zu meinem Glück vereint Die Hüter der Rose von Rebecca Gablé all diese Kriterien in sich, wie kaum ein anderer historischer Roman. Man spürt auf jeder Seite, dass die Autorin unglaublich viel Wissen und Recherche in die Reihe investiert hat. Von Bekleidung über Weltanschauung bis hin zur Lebensweise: Es passt einfach alles.

Mindestens ebenso faszinierend wie das Hintergrundwissen der Autorin, ist die Akribie, mit der sie den Plot der gesamten Reihe entwickelt hat. Nicht genug, dass die historische Begebenheit das englische Königshaus ist und damit allein nicht schon verwirrend und vielschichtig genug ist, die Autorin webt mannigfaltige fiktive Handlungsstränge dazu. Und bereits jetzt ergibt sich daraus eine so umfassende Welt samt Figurenpersonal, das ich einfach unendlich begeistert bin. Nirgendwo konnte ich einen losen Faden oder eine unlogische Entwicklung entdecken. Jeder Strang hat sein Ziel und fügt sich am Ende ins große Ganze ein.

Ihr merkt es meiner Rezension an: Auch Die Hüter der Rose konnte mich begeistern, fesseln und überzeugen. Ich freue mich schon darauf, die Geschicke der Familie Waringham im dritten Band weiter zu erleben.

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