Rezension

Das Lächeln der Fortuna

Titel Das Lächeln der Fortuna
Reihe Waringham-Saga
Band 1. Band
Autor Rebecca Gablé
Übersetzer
Illustrator
Verlag Bastei Lübbe
Erschienen als Taschenbuch
Genre Historischer Roman
Preis 12,90€
Seitenzahl 1024 Seiten
Bewertung
Das Lächeln der Fortuna
Das Lächeln der Fortuna

Mein erster Lesekontakt mit Rebecca Gablé hätte großartiger gar nicht sein können, als mit Das Lächeln der Fortuna. Warum, liest du hier!

Als Germanistin mit Schwerpunkt in Mediävistik (mittelalterlicher Literatur) liebe ich authentische historische Romane. Dabei verlange ich nicht, dass sich die Figuren antiquiert oder hochtrabend ausdrücken, sondern dass das Setting glaubwürdig dargestellt wird und nicht nur Mittel zum Zweck ist. Wenn dann – wie bei Rebecca Galbé noch fundiertes historisches und literarisches Wissen hinzukommen, bin ich im 7. Lesehimmel!

Das Lächeln der Fortuna überzeugt mit tollen Figuren und realistischem Setting

Inhaltlich wie auch figurentechnisch trumpft der erste Teil der Waringham-Saga schon ab der ersten Seite ordentlich auf. Das vorangehende Personenregister lässt ein sehr umfassendes Figurenpersonal erahnen. Kurzzeitig hatte ich ein wenig Angst, all die Figuren mit gleichem Namen nicht auseinanderhalten zu können. Doch die Angst hielt nicht lange an.

Direkt von der ersten Seite an zog mich die Geschichte um Robin in ihren Bann. Robin, der Sohn des Earls of Waringham erfährt vom Tod seines Vaters und zeitgleich vom Verlust des Titels. Robin, der sich von nun an als Stallknecht verdingt, kämpft jedoch um seine Stellung. Im Verlauf des ersten Bands begleitet man Robin auf seinem Lebensweg, bangt, hofft und lacht mit ihm.

Das Figurenpersonal in Das Lächeln der Fortuna ist nicht nur ungeheuer groß, sondern auch sehr realistisch dargestellt. Keine der Figuren ist stereotypisch gut oder schlecht, alle haben ihre positiven Eigenschaften wie auch Marotten. Das macht die Figuren durch die Bank weg greif- und vor allem nahbar. Figuren, die eine eher negative Position innerhalb des Romans innehaben, überraschen durch positive Charakterzüge, die in ausgewählten Situationen zur Geltung kommen. Zudem kommt der Saga-Charakter hinzu: Fehden, die es durchaus auch gibt, ziehen sich stellenweise wie ein roter Faden durch die Generationen.

Auch erzähltechnisch hat Das Lächeln der Fortuna einiges zu bieten

Der Plot von Das Lächeln der Fortuna ist ebenfalls sehr überzeugend und vielschichtig. Da wir Robin bereits in jungen Jahren begegnen und ab da begleiten, steht in seinem Leben noch einiges aus. Seine Entwicklung fand ich sehr spannend zu verfolgen, da sie facettenreich ist und die eine oder andere Überraschung bietet. Gerade Robins Fehde und der Kampf um Waringham bieten enorm viel Spannungspotenzial, das mich durch das Buch fliegen lies.

Das mittelalterliche Setting ist dabei perfekt umgesetzt. Die Städtebeschreibungen, Gesetze, Sprache und viele weitere Kleinigkeiten ergeben ein sich stimmiges Gesamtbild, das mich beim Lesen vollkommen in die richtige Stimmung versetzen konnte.

Der Schreibstil von Rebecca Gablé ist stilistisch wie auch sprachlich vollkommen rund, animiert zum Lesen und gefiel mir sehr gut. Was mich besonders begeistern konnte – sozusagen als Tüpfelchen auf dem i – war die Intertextualität des Romans. An so vielen Stellen wird mittelalterlichen literarisches Wissen eingestreut, das mir das Lesen versüßt hat.

Alles in allem bin ich einfach hin und weg. Glücklicherweise habe ich die Folgebände bereits im Regal stehen und kann bald wieder in die Welt der Waringhams eintauchen.

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