Rezension

The Kinder Poison

Titel The Kinder Poison
Reihe The Kinder Poison
Band 1. Band
Autorin Natalie Mae
Übersetzerin Michaela Link
Illustrator:in
Verlag Leaf
Erschienen als Hardcover
Genre Fantasy
Preis 23,00 €
Seitenzahl 432 Seiten
Bewertung
The Kinder Poison
The Kinder Poison

Manchmal kauft man ein Buch einfach, weil es einen anlächelt. The Kinder Poison hat mich mit seinem traumhaften Cover und Farbschnitt einfach erwischt. Und die Idee dahinter klang obendrein auch richtig spannend. Der Inhalt konnte leider nicht ganz mithalten. Was ich wirklich schade finde, denn das Potenzial war eindeutig da.

The Kinder Poison: Eine Idee mit viel (ungenutztem) Potenzial

Die Querung, ein tödliches Rennen durch die Wüste des Königreichs Orkena, bei dem der erste Erbe, der das Ziel erreicht und das menschliche Opfer tötet, den Thron und die mächtigste Magie des Landes erhält – klang einfach super interessant. Und wenn dann natürlich unsere Protagonistin mit von der Partie ist, sollte doch eigentlich nichts mehr schiefgehen, oder?

Aber leider hat sich diese Spannung aber nicht wirklich durch das ganze Buch getragen. Mir fehlte es an Tiefe und Motivation. Alles wirkte ein wenig zu konstruiert und zu leicht. Wann immer Zahru in der Klemme steckte, löste sich alles ein bisschen zu einfach auf. Zwar haben sich nicht alle meiner Vorahnungen erfüllt, aber so wirklich überraschen konnten mich die Wendungen leider auch nicht.

Das Beste an The Kinder PoisonI sind die Figuren

Dabei sind die Figuren wirklich gut gelungen und haben mich bei der Stange gehalten. Zahru ist ein kleiner Pechvogel: Eigentlich wollte sie auf dem Fest des Königs nur mal so richtig lecker essen und sich mit ihrer besten Freundin herausputzen. Stattdessen rutscht sie mitten in die Querung. Mittendrin statt nur dabei hat für sie eine ganz andere Bedeutung. Als Protagonistin gefiel sie mir gut: ruhig, besonnen, nicht sonderlich strategisch, aber dafür sehr empathisch.

Von den drei Erb:innen mochte ich Jet am liebsten. Seine reflektierte Art hat mir gefallen, und sein Team – Heilerin Melia und sein Erster Marcus – waren so sympathisch, dass sie mich voll für sich eingenommen haben. Auf der anderen Seite der Sympathieskala steht Kasta: ehrgeizig, überzeugt von sich und seiner Eignung für den Thron, ein guter Antagonist. Sakira, die jüngste Tochter des Königs, wirkt zunächst vor allem auf ihr eigenes Vergnügen aus, hat aber tieferliegende Facetten, die ihr mehr Tiefe geben.

Besonders ans Herz gewachsen sind mir außerdem Hen und Maia. Hen, Zahrus beste Freundin, kommt leider nur am Anfang des Buchs vor. Dabei ist sie die Verkörperung der extrovertierten, ewig optimistischen besten Freundin, von der ich gerne mehr gelesen hätte. Maia gewinnt erst gegen Ende an Bedeutung. Mehr verrate ich aus Spoilergründen nicht. ^^

The Kinder Poison hat mich gut unterhalten, und für die Idee und die Figuren haben für mich einiges rausgerissen. Allerdings fehlte mir die nötige Tiefe und Spannung, die das Buch zu einem wirklichen Highlight hätte machen können. Den zweiten Teil werde ich aus Interesse dennoch hören. Als Buch kaufen werde ich ihn aber höchstwahrscheinlich nicht.

Andere Beiträge

Wer macht sich freiwillig auf die Suche nach Jack the Ripper? Audrey Rose Wadsworth. Und ich war von der ersten Minute an dabei. Kerri Maniscalco ist für mich keine Unbekannte – ihre Kingdom of the Wicked-Trilogie habe ich bereits gelesen und dort besonders die detaillierten Beschreibungen und die sorgfältige Recherche des Settings geschätzt. Bei Stalking Jack The Ripper – Die Spur in den Schatten war das wieder genauso. Als Hörbuch hat mich die Kombination aus Übersetzerin Diana Bürgel und Sprecherin Dagmar Bittner dabei wunderbar durch die Geschichte getragen – beide haben einen tollen Job geleistet.

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