Rezension

Peggy Guggenheim und der Traum vom Glück

Titel Peggy Guggenheim und der Traum vom Glück
Reihe
Band Einzelband
Autor Sophie Villard
Übersetzer
Illustrator
Verlag Penguin Verlag
Erschienen als Taschenbuch
Genre Roman
Preis 13,00€ WERBUNG REZENSIONSEXEMPLAR
Seitenzahl 448 Seiten
Bewertung
Peggy Guggenheim und der Traum vom Glück
Peggy Guggenheim und der Traum vom Glück

Das Lesejahr 2020 steht ganz im Zeichen starker Protagonistinnen, die ihr Leben im Sinne der Kunst und Liebe lebten. Die neueste Dame in meiner Reihe ist Peggy Guggenheim. Wir mir der Roman um die Kunstmäzenin Peggy Guggenheim und der Traum vom Glück gefiel, liest du hier:

Peggy Guggenheims Name dürfe jedem ein Begriff sein – ihr Kunstmuseum ist weltbekannt. So ging es zumindest mir vor der Lektüre. Welche Rolle diese bemerkenswerte Frau in der jüngeren Kunstgeschichte einnimmt, wusste ich nicht. Zum Glück konnte der Roman diese Lücke schließen. Und das auch noch mit viel Charme und Liebe zum Detail.

Darum hat mir Peggy Guggenheim und der Traum vom Glück so sehr gefallen

Was mich so sehr vom Roman überzeugt, ist die Darstellung von Peggy Guggenheim als Person. Als Tochter einer einflussreichen amerikanischen Familie ruht sie sich weder auf ihrem Familiennamen aus, noch auf den Einfluss ihrer Männer. Sie geht mutig und unbeirrbar ihren Weg, um sich selbst zu positionieren und ihren Platz zu finden. Und gerade in der Kunstszene der 19030er bis 1940er Jahre, die eine wahre Männerdomäne sind, ist dies absolut bewundernswert. Sie wird als geschäftstüchtige femme fatale dargestellt, die mit Verstand und viel Sachverständnis die Kunstwelt beeinflusst. Besonders deutlich zum Tragen kommt ihr Durchhaltevermögen, das an mehreren Stellen extrem auf die Probe gestellt wird.

Ihr Mut zeigt sich in der Rettung wichtiger Kunstwerke aus Europa, die im Zuge des Naziregimes auch in ihrer Wahlheimat Frankreich als entartet diffamiert wurden. Statt sich selbst frühzeitig in Sicherheit zu bringen, harrt sie im kriegsgebeutelten Europa aus und setzt ihren Einfluss ein, um Künstler und Kunstwerke in die Staaten zu bringen.

Sophie Villard schafft es als Autorin, Peggy Guggenheim so lebensecht darzustellen, dass ich das Gefühl hatte, mit ihr zu sprechen. Im Rahmen der biografischen Eckpunkte hat sie einen fesselnden Roman erschaffen, der mir gut gefallen hat. Ihre Sprache ist angenehm und sehr flüssig zu lesen. Was ich sehr mochte: Das Je-ne-sais-quoi der Pariser schwingt auf jeder Seite mit und verleiht dem Roman ein eigenes Flair.

Ich danke dem Penguin Verlag herzlich für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Peggy Guggenheim und der Traum vom Glück.

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