Rezension

Frida Kahlo und die Farben des Lebens

Titel Frida Kahlo und die Farben des Lebens
Reihe
Band Einzelband
Autor Caroline Bernard
Übersetzer
Illustrator
Verlag Aufbau Taschenbuch Verlag
Erschienen als Taschenbuch
Genre Historischer Roman
Preis 12,99€
Seitenzahl 398 Seiten
Bewertung
Frida Kahlo und die Farben des Lebens
Frida Kahlo und die Farben des Lebens

Bücher über starke Frauen der näheren Zeitgeschichte haben es mir dieses Jahr total angetan. Nach Mata Hari und Edith Piaf ist nun Frida Kahlo dran. Wie mir der von ihrem Leben inspirierte Roman Frida Kahlo und die Farben des Lebens gefallen hat? Das liest du hier:

Meine Genreneuentdeckung des Jahres ist wohl das Genre mit und über starke Protagonistinnen. Nachdem ich Die Spionin von Paulo Coehlo gelesen und danach Madame Piaf und das Lied der Liebe beim Aufbau Verlag gewonnen habe, war meine Liebe geweckt. Und glücklicherweise kommt mir der Aufbau Verlag hier mit seiner passenden Reihe sehr gelegen. Denn meine neueste Errungenschaft dieses Genres stammt mit Frida Kahlo und die Farben des Lebens ebenfalls aus diesem Verlag.

Was mich an Frida Kahlo und die Farben des Lebens so begeistert hat

Von Frida Kahlo und die Farben des Lebens habe ich auf Instagram so viel gelesen, dass es ich einfach lesen wollte. Einen Kauf plus Neuzugängebeitrag auf Instgram später, hatte ich ein Buddyread-Date mit Yvonne – und Leute, ich habe es nicht bereut! Nicht nur dass Yvonne eine ganz tolle Buddyreadpartnerin ist (gerne bald wieder!), der Roman ist fesselnd, berührend und grandios geschrieben.

Wie der Titel schon verrät, handelt der Roman von Frida Kahlo, ihrem Leben und ihrem Wirken als Künstlerin. Frida selbst ist eine Figur, die mich von der ersten Seite an begeistert hat. Dass sie eine herausragende Künstlerin ist, wusste ich bereits zuvor. Dass sie aber auch eine unwahrscheinlich starke und faszinierende Persönlichkeit war, kann ich mir nach dem Lesen des Romans wirklich vorstellen. Denn Fridas Leben ist gezeichnet von Krankheiten und Krankenhausaufenthalten. Statt darüber zu verbittern, lernen wir Frida als lebenslustige, mutige und selbstbewusste Frau kennen, die ihre Träume lebt und ihren Weg geht – egal, was kommt. Ihre mentale Stärke hat mir an so vielen Stellen im Buch imponiert, dass ich teilweise fast ehrfurchtsvoll vor dem Buch saß.

Die zweite Figur, um die sich Frida Kahlo und die Farben des Lebens dreht, ist Fridas Mann Diego Riviera. Diego ist für mich eine sehr zwiespältige Figur. Denn auf der einen Seite kann er herzensgut, romantisch und liebevoll sein, auf der anderen ist er rücksichtslos, selbstsüchtig und kalt. Doch gerade die Kombination aus der temperamentvollen Frida und dem fast schon machohaften Diego bringt eine Spannung in den Roman, der man sich nicht entziehen kann. Stellenweise ist die Beziehung der beiden unausgeglichen, fast schon ungesund und wirkt ab und zu auch toxisch. Dennoch übt die Beziehung der beiden eine Anziehungskraft aus, derer ich mich nicht entziehen konnte.

Der Schreibstil von Frida Kahlo und die Farben des Lebens ist bildhaft und angenehm

Caroline Bernard hat es gleich mehrfach geschafft, mich von sich zu überzeugen. Einen wichtigen Beitrag hat ihre Authentizität beigetragen. Man spürt auf jeder Seite die Liebe zur Malerin Frida Kahlo und die Mühe, die in die Recherche gesteckt wurde. Im Nachwort schreibt sie, dass sie zwar einige Daten für eine bessere Dramaturgie anpassen musste, was der Authentizität keinen Abbruch tut. Ich persönlich finde ihre Interpretation von Frida Kahlos Leben äußerst faszinierend und detailgenau. Einige von Fridas Aussagen im Buch konnte ich sogar in Zitatdatenbanken finden. Der zweite Punkt ist Caroline Bernards Schreibstil. Sie schreibt angenehm, leicht und bildhaft. Ich konnte mir Fridas Bilder vor meinem inneren Auge ziemlich gut vorstellen – auch die Bilder, die ich nicht kannte (und danach aus Neugierde recherchiert habe). Ob Figuren, Ereignisse oder Beschreibungen: Alles wirkt so wunderbar real und lebendig. Ich hatte oft das Gefühl, dass ich mit Frida Kahlo über ihr Leben spreche, was mir unglaublich gut gefallen hat.

Du merkst es, ich bin hin und weg von Frida Kahlo und die Farben des Lebens. Dreh- und Angelpunkt ist die Beziehung der Malerin zu ihrem Ehemann, die nicht immer ganz einfach und definitiv nicht gesund ist. Doch Fridas starke Persönlichkeit ist ein Moment, das dieses Buch so faszinierend macht.

Weitere Meinungen:

Abschließend beantworte ich mal für mich Frida Kahlos Frage: „ Was hat das Leben mir heute geschenkt? – Einige der schönsten Lesestunden des Jahres mit diesem wundervollen Roman über eine starke Frau, die sich die Welt schön malt!“ Yvonne | Lauschige Lesezeit

4 responses to “[Rezension] Frida Kahlo und die Farben des Lebens

  1. Liebe Nina,

    Ich kann dir nur zustimmen, Frida Kahlo war eine unglaublich faszinierende Person. Sie hat für die Kunst und ihre Ziele gelebt und. sich weder von Schicksalsschlägen noch von körperlichen Beschwerden aufhalten lassen.
    Ich habe vor Jahren eine Biografie über sie gelesen und bin mit Diego auch nicht wirklich warm geworden.

    Liebe Grüße

    Sabrina

    1. Liebe Sabrina,

      danke für deinen Kommentar. Was du über sie sagst, kann ich direkt so unterschreiben. Sie ist unglaublich faszinierend. Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie es mir an ihrer Stelle ergangen wäre.
      Welche Biografie hast du gelesen? Ich würde gerne noch mehr über Frida Kahlo erfahren. 🙂

      Liebe Grüße und ein tolles #litnetzwerk
      Nina

    1. Liebe Kerstin,

      es freut mich, dass dir die Titel zusagen. Ich hoffe, sie gefallen dir beim Lesen genauso gut wie mir. 🙂

      Liebe Grüße und ein schönes #litnetzwerk
      Nina

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Ich stimme zu