Rezension

Das Weingut – In stürmischen Zeiten

Titel Das Weingut – In stürmischen Zeiten
Reihe Das Weingut
Band 1. Band
Autorin Marie Lacrosse
Übersetzer:in
Illustrator:in
Verlag Goldmann Verlag
Erschienen als Taschenbuch
Genre Historischer Roman, Saga
Preis 10,00 €
Seitenzahl 688 Seiten
Bewertung
Das Weingut – In stürmischen Zeiten
Das Weingut – In stürmischen Zeiten

Als ich das Cover samt Inhaltsangabe von Das Weingut – In stürmischen Zeiten auf Instagram sah, war klar: Diesen Reihenauftakt will ich lesen. Eine Lektüre später kann ich sagen: Der erste Band hat meine Erwartungen nicht vollständig erfüllt. In meiner Rezension verrate ich dir auch, warum:

Das Elsass im Jahr 1870, ein verheißungsvolles Cover und ein interessanter Klappentext, damit hat mich Das Weingut – In stürmischen Zeiten schon direkt zum Kauf verführt. Geneigte Leser:innen wissen ja, dass ich recht gerne historische Romane oder Familiensagas lese. Mit Das Weingut – In stürmischen Zeiten kann ich aber leider nicht aus vollem Herzen eine Leseempfehlung geben.

Einige Figuren in Das Weingut – In stürmischen Zeiten sind unnötig stereotypisch

Der größte Kritikpunkt sind einige recht klischeehafte Figuren – allen voran Mathilde und ihr Vater Wilhelm. Beide sind darauf ausgelegt, die Antagonisten für die Protagonisten Irene und Franz zu sein. Und leider ist das, zumindest bei Mathilde, die einzige Daseinsberechtigung der Figuren. Dass Mathilde der Gegenpol zu Irene ist, wird schon beim ersten Aufeinandertreffen klar: Die Waise Irene kommt als Jugendliche in den Haushalt der Gerbans, um dort als Dienstmädchen zu arbeiten. An ihrem ersten Tag begegnet sie Mathilde und begeht prompt einen Fehler. Sie spricht die Tochter des Hauses mit dem falschen Titel an. Aus dieser Begegnung schürt sich Mathildes gesamte Antipathie, die sie für Irene empfindet. Darüber hinaus wird sie als pummelig, gierig (vor allem in Bezug auf Süßspeisen), verwöhnt und verschlagen charakterisiert. Auch Vergleiche ihres Äußeren mit einem Nutztier bleiben nicht aus. Und dieses Ausmaß holzschnittartiger Physiognomie hat mich gestört.

Irene und Franz hingegen, die auch einige Klischees erfüllen – das kluge, schlanke aber arme Waisenkind und der gutaussehende, liberal denkende Sohn des Gutsbesitzers – haben mir allerdings besser gefallen. Ihre Geschichte habe ich gerne gelesen, wobei der große Eklat etwa in der Hälfte des Romans auch ohne Mathildes Boshaftigkeit hätte gelingen können. Tatsächlich ist Franz sogar meine liebste Figur in Das Weingut – In stürmischen Zeiten.

Das Setting und die Atmosphäre des Romans haben mir gut gefallen. Die Verortung im Elsass um 1870 wirkte sehr authentisch. Ich konnte gut in die Geschichte eintauchen und kam gut im Buch voran. Letzteres ist vor allem auch dem angenehmen und flüssigen Schreibstil von Marie Lacrosse geschuldet. Das extrem offene Ende hat mich ziemlich kalt erwischt, die Neugierde ist schon groß, die Geschichte zwischen Franz und Irene weiterzuverfolgen.

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