Abgebrochen

For 100 Days – oder: Warum man Bücher auch abbrechen darf

Hallo ihr Lieben!

Heute melde ich mich mal mit einem Beitrag der etwas anderen Art. Als ich heute Anabelles 7 Tipps für mehr Lesezeit las, bin ich auf ihren vierten Tipp – Bücher abzubrechen – aufmerksam geworden. Wer meinen Blog bereits eine Weile verfolgt, weiß, dass ich Bücher bisher nur im absoluten Notfall abgebrochen habe. Schließlich habe ich die Bücher gekauft oder sogar als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt bekommen. Gefällt das aktuelle Buch wider Erwarten dann doch nicht, ist das schlechte Gewissen groß. Schließlich kann man das Buch nicht einfach so abbrechen. Oder doch?

Was vor ein paar Jahren noch ein absolutes Unding für mich gewesen wäre, ist nun auf dem besten Weg, eine neue Handlungsmaxime zu werden. Denn wem nutzt es, wenn ich mich seiten- und tagelang durch ein Buch quäle, das mir nicht gefällt oder mich nicht interessiert? Immerhin warten auf meinem TBR knapp 130 weitere Bücher darauf, von mir gelesen zu werden. Von all den Neuerscheinungen und noch nicht von mir entdeckten Büchern ganz zu schweigen. Entsprechend stieß Anabelles Beitrag bei mir auf offene Ohren und gab mir den nötigen Impuls, um For 100 Days endgültig ad acta zu legen.

Warum ich For 100 Days nun letztendlich abgebrochen habe

Abgebrochen
Abgebrochen

Dass ich bereits mit dem ersten Band der For 100 Days-Reihe nicht warm wurde, hätte mir eigentlich Indiz genug sein sollen, dass diese Trilogie und ich einfach nicht zusammenpassen. In meiner Rezension zu For 100 Days – Täuschung habe ich bereits meinen Unmut über Lara Adrians Auftaktband geäußert, während meines Italienurlaubs habe ich Band zwei mitgenommen – in der Hoffnung, dass der Folgeband mehr Handlung und weniger Klischee liefern könnte. Leider vergeblich. Nach knapp 60 Seiten kann ich euch sagen: Nichts hat sich geändert. im Gegenteil, meine Kritik an Band eins trifft zu 100 Prozent auch auf Band zwei zu.

Klischeehafte Figuren ohne Tiefgang, das beinahe vollkommene Fehlen einer Handlung und toxische Geschlechterrollen haben bei mir gar nicht erst die Freude an der Reihe aufkommen lassen. Während Lara Adrian mir normalerweise beweisen konnte, dass sie auch starke Frauenfiguren mit Biss und Rückgrat erschaffen kann, war dies in For 100 Days nicht der Fall. Hinzukommt, dass sich Avery beinahe vollständig dem männlichen Protagonisten Dominic Bain unterwirft, zwar gedanklich Zweifel daran äußert, schlussendlich aber dennoch alles tut, was dieser von ihr erwartet. Zwar macht er das alles nur zu ihrem Besten – er sagt sogar, dass er sie lehren will, ihre eigene Macht über Männer endlich begreifen zu können – für mich hatte das alles jedoch den faden Beigeschmack einer toxischen Verbindung.

Warum ich trotz der negativen Leseerfahrung mit For 100 Days – Täuschung dennoch zu Band zwei griff

Warum ich die Reihe dennoch weiterlesen wollte, hatte tatsächlich mehrere Gründe. Neben der Hoffnung „Vielleicht wird das Buch/ die Reihe ja im weiteren Verlauf besser?“ spielte auch die Tatsache, dass ich direkt alle drei Bände als Mängelexemplare gekauft hatte und das Geld nicht umsonst ausgegeben haben wollte, eine Rolle. Grade bei Autoren, von denen man bisher immer überzeugt oder begeistert werden konnte, ist es schwerer, ein Buch tatsächlich auch abzubrechen. Zwar war ich nach Band eins dermaßen enttäuscht, dass ich mir bereits vorgenommen hatte, die Reihe gesammelt in den nächsten Bücherschrank zu stellen, dennoch war da irgendwo in der Tiefe ein Stimmchen, dass mich davon überzeugte, der Reihe noch eine Chance zu geben.

Gerade als Blogger und bibliophiler Mensch legt man sich selbst eine Last auf, in dem man versucht, jedes begonnene Buch auch zu beenden und zu rezensieren. Mit dem Abbruch von For 100 Days gehe ich nun den ersten Schritt zu einem befreiteren und selbstbestimmteren Leseverhalten. Denn seien wir mal ehrlich, was bringt es uns, Bücher zu lesen, die uns nicht gefallen? Im Endeffekt legen wir das Buch enttäuscht zur Seite und hardern damit, Zeit verschwendet zu haben, in der wir so viele potenziell gute Bücher hätten entdecken können. Und wer weiß? Vielleicht freut sich ja jemand an meiner Spende und kann sich an For 100 Days erfreuen.

Wie steht es bei euch: Brecht ihr Bücher ab, die euch nicht überzeugen können oder wollt ihr das noch lernen? Falls ihr Bücher abbrecht, welches Buch habt ihr zuletzt abgebrochen und was macht ihr mit solchen Büchern?

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26 responses to “[Abgebrochen] For 100 Days – oder: Warum man Bücher auch abbrechen darf

  1. Hallo,
    du hast ja so recht. In allen Punkten, denn bei mir ist es auch häufig das schlechte Gewissen, das mich weiterlesen lässt. Meist allerdings bei Rezensionsexemplaren. Wenn ich ein Buch selber gekauft habe, kann ich das besser bzw. schneller abbrechen als diese. Wobei ich auch sehr selten ein Buch nicht beende. Meist bin ich einfach doch zu neugierig, wie der Autor*in das Buch zum Ende bringt. Es muss also wirklich schlecht sein, wenn ich ein Buch abbreche.
    Liebe Grüße
    Diana von lese-welle.de

  2. Hallo Diana,

    vielen Dank für deinen lieben Kommentar! Grade bei Rezensionsexemplaren ist der Druck enorm hoch und das schelchte Gewissen ist super schnell da. Aber auch hier will ich es lernen, Bücher abzubrechen. Zum Glück musste ich das bisher noch nicht, weil ich ein gutes Händchen mit meinen Reziexemplaren hatte.
    Wie viele Bücher hast du denn bisher abgebrochen? Weißt du das vielleicht sogar?

    Liebe Grüße
    Nina

  3. Liebe Nina,
    ich habe, ehrlich gesagt, Bücher schon immer abgebrochen, die mir nicht gefallen haben. Zum Glück passiert es mir nicht so häufig, dass ich mich vergreife. Ohne Leseprobe bzw. Anlesen kommt mir kein Buch auf den SuB:-) Aber natürlich fällt es mir auch schwer, Bücher abzubrechen, womöglich ein teures Hardcover von der Lieblingsautorin… Aber mir ist meine Zeit einfach zu kostbar und es gibt noch so viele fantastische Bücher zu entdecken, dass ich es dann doch immer wieder durchziehe und das Buch abbreche.
    Viele Grüße,
    Yvonne von lauschige-lesezeit.de

    1. Liebe Yvonne,

      ich musste es (wie du ja gelesen hast) erst lernen. Irgendwie ging es bei mir nie. Da war ein schwer erklärbarer Ehrgeiz, ein begonnenes Buch auch beenden zu wollen. Mittlweile bin ich darüber hinweg – zumindest meistens. Wie du schreibst: Bei Lieblingsautoren oder -reihen ist das echt nicht so einfach, aber auch hier werde ich besser. Zum Glück geht es mir mit der Buchauswahl im Allgemeinen ähnlich wie dir, wodurch ich echt wenig abbrechen muss.
      Dass du so konsequent Bücher abbrechen und deine Zeit damit besseren Büchern widmen kannst, finde ich super impponierend. Ab wann weißt du, das ein Buch für dich nicht passt?

      Liebe Grüße
      Nina

  4. Huhu!

    Dies sind keine Bücher, zu denen ich greife und wenn ich deine Kritik dazu lese – nichts verpasst! Immer diese toxischen Beziehungen … obendrauf Handlungsarm und ohne Tiefgang – eine gute Entscheidung mit dem Abbruch! Klar ist das mist, wenn schon die weiteren Reihenbücher auf dem SuB warten, aber ich finde nicht das alles gelesen oder ausgelesen werden sollte/muss. Schade ums Geld, keine Frage – aber Lesezeit ist kostbar und ich persönlich verschwende die nicht mehr! Bis vor wenigen Jahren habe ich alle Bücher beendet, keine Ahnung warum – oder wirklich(1) über Jahre beiseite gelegt und dann weiter gelesen … mache ich nicht mehr. Wenn eine Geschichte schlecht geschrieben ist oder andere starke Kritikpunkte hat, breche ich ab. Bei Hörbüchern bin ich da genügsamer, wahrscheinlich auch nur, weil ich nebenher noch so viel machen kann.

    Mukkelige Grüße,
    Janna | #Bloggernetzwerk

    1. Hi Janna,

      ich hab tatsächlich nur wegen der Autorin zur Reihe gegriffen. Ich mochte die Autorin als Jugendliche sehr gerne, mittlerweile aber – wie sich gezeigt hat – nicht mehr so. Deine Beschreibung trifft es ziemlich auf den Punkt: Es sind einfach keine Bücher, mit denen man seine freien Abende/ Tage verbringen möchte. Immerhin dabei hat mir diese Reihe geholfen. 😀 Das Geld war in dem Fall rückblickend betrachtet sogar weniger das Problem: Mängelexemplare sind ja nicht sonderlich teuer. Um meine Lesezeit tut’s mir mehr leid. Aber heute bin ich schlauer.
      Ich find’s interessant, dass du dich früher auch durch Bücher gequält hast. Ist das so ein Bloggerding, dass wir eher den Drang haben, Bücher unbedingt beenden zu wollen? Meine Freund, die ebenfalls gerne lesen aber nicht bloggen, brechen Bücher einfach ab.
      Hörbücher sind tatsächlich recht schön zum Nebenbeihören. Ich denke, da würde ich auch weniger abbrechen.

      Danke für den tollen Austausch! 🙂

      Liebe Grüße
      Nina

  5. Früher habe ich auch nicht gerne Bücher abgebrochen. Ähnlich wie du hatte ich ein schlechtes Gewissen und wollte das bezahlte Geld nicht aus dem Fenster werfen. Mittlerweile bin ich da aber relativ rigoros geworden. Wenn mir etwas nicht gefällt und ich partout nicht in die Handlung reinkomme, dann breche ich ab. Dafür ist mir meine Lesezeit mittlerweile einfach zu schade – es warten einfach zu viele gute Bücher, die noch gelesen werden wollen.

    Liebe Grüße
    Isa

    1. Hi Isa,

      kommt es häufig vor, dass du Bücher abbrechen musst oder hast du ein glückliches Händchen bei der Buchauswahl? Tatsächlich habe ich in letzter Zeit kein Buch mehr abgebrochen, einfach, weil die Buchauswahl sehr gut zu mir gepasst hat. Ich habe aber aktuell ziemlich viele Bücher bestellt, die in nächster Zeit bei mir einziehen dürfen. Und da war auch der eine oder andere Spontankauf durch Buchempfehlungen dabei. Und – anders als sonst – habe ich vorab nicht in die Bücher reingelesen. Es wird also spannend. 😀

      Liebe Grüße
      Nina

    1. Hi Elizzy,

      so gings mir am Anfang auch. Ich glaube, man wird mit der Zeit ein wenig mutiger darin, die vermeintlichen Gründe zum Weiterlesen zu ignorieren. Mittlerweile investiere ich meine Lesezeit nur noch in Bücher, die ich wirklich mag. Zum Glück muss ich aber auch nicht all zu oft ein Buch abbrechen. Wann (und falls ja, welches) hast du zuletzt ein Buch abgebrochen?

      Liebe Grüße
      Nina

  6. Huhu,
    wenn mich ein Buch nicht packt, dann breche ich es spätestens nach 50 Seiten. Vor allem wenn mich der Schreibstil oder die Protagonisten wütend machen fällt mir das sehr leicht. Bei „A long way down“ von Nick Hornby hatte ich glaube ich nach 110 Seiten abgebrochen, weil mich das Geschwafel einer Person zur Weißglut brachte. Da es eh nur ein Buch aus dem öffentlichen Bücherschrank war fiel der Entschluss auch leicht.
    Momentan lese ich „1Q84“ von Haruki Murakami und ich schwanke seit mehreren hundert Seiten zwischen „weiterlesen“ und „wütend das Buch gegen die Wand knallen“. Aber so mitten drin will ich das Buch auch nicht abbrechen und ich habe immer noch die Hoffnung, dass es besser wird. Ich kann es halt absolut nicht leiden, wenn toxische Beziehungen drinnen vorkommen und es impliziert wird, dass ein 30-jähriger an einer 17-jährigen ernsthaft Interesse haben darf(und anderes). Das Buch macht mich auf so vielen Eben fassungslos und sprachlos und wütend. Und wahrscheinlich ist es auch eine der Hauptgründe warum ich von Liebesromanen oder sonstiges in die Richtung Abstand nehme. Ich kann es einfach nicht ausstehen wenn toxische Beziehungen romantisiert werden.
    LG

    1. Hi Peanut,

      danke für deinen Kommentar! Ich gebe Büchern (je nach Länge) auch meist 50 bis 100 Seiten, bevor ich sie abbreche. Manchmal weiß man einfach vom ersten Kapitel an, dass es nicht passt – dann beende ich ein Buch auch mal schneller. Ich finde es auch super anstrengend, wenn die Hauptfigur einen nervt oder der Schreibstil unangenehm zu lesen ist. Ich habe im Zug mal ein e-book direkt nach dem Download gelöscht, weil mir nach wenigen Seiten der Schreibstil so gegen den Strich ging, dass ich es partout nicht hätte weiterlesen können… Und mit beiden Punkten steht und fällt ein Buch leider.
      1Q84 stand eigentlich noch auf meiner Leseliste, aber toxische Beziehungen sind einer der Gründe, warum ich Bücher gerne mal abbreche. Hast du vor, einen Abbruchbeitrag über 1Q84 zu schreiben? Ich fänds sehr interessant zu lesen, was deine anderen Gründe für den Abbruch sind.

      Liebe Grüße
      Nina

  7. Hey Nina,
    bis vor Kurzem fiel es mir schwer Bücher abzubrechen. Ich hatte immer die Hoffnung, dass es besser wird.
    Heute mache ich es immer noch ungerne. Ich fange an dann quer zu lesen und wenn es auch nicht geht, dann breche ich ab. Es nützt ja nix. Auf dem SuB warten so tolle Bücher, die gelesen werden wollen. Da muss man sich nicht mit schlechten Büchern abgeben.

    Liebe Grüße und schöne Ostern

    1. Hey Steffi,

      die Hoffnung, dass ein Buch noch besser wird, kenne ich nur zu gut. Sie war der Grund, weshalb ich mich durch einige Bücher wirklich durchgequält habe, die dann doch nicht besser wurden.
      Querlesen wäre da dann die bessere Alternative gewesen, um schnell durch das Buch zu kommen. Leider braucht man für Bücher, die einem nicht gefallen, auch immer so lange. Das kostet zu viel Zeit, die man mit so viel besseren Büchern verbringen könnte.

      Auch dir noch schöne Ostern und liebe Grüße
      Nina

  8. Hey 🙂
    ich kann dich total verstehen. Ich war vor vielen Jahren sehr dagegen ein Buch abzubrechen, da ich dafür immerhin Geld ausgegeben habe. Dann hab ich mit dem Bloggen angefangen und hier wurde der Druck noch viel stärker, Bücher abzubrechen.
    Was denkt der Verlag von mir? Wie schreib ich dazu denn eine Rezension?
    Mittlerweile habe ich mich soweit gefestigt, dass ich dem Buch immer eine Chance bis Seite 50 oder 60 gebe. Wenn mich das Buch dann nicht catcht oder ich damit einfach nicht klar komme, breche ich es ab.
    ich habe keine Lust mehr, meine Zeit mit Büchern zu verschwenden (ich nenn es mal so extrem), mit denen ich nicht klar komme. Durchquälen führt bei mir am Ende nur zu einer Leseflaute und auf die habe ich gar keine Lust 🙂

    Danke für deinen Beitrag, ich fand den wirklich gut <3

    Liebe grüße

    Andrea

    1. Hallo Andrea,

      vielen Dank erstmal für deinen Kommentar und deine Erfahrungen. Gerade mit den Punkten „Was denkt der Verlag?“ und „Wie soll ich dann bloß eine Rezension?“ schreiben, habe ich mich lange schwer getan. Schließlich habe ich Rezensionsexemplare für die Gegenleistung einer Rezension bekommen. Mittlweile bin ich da auch entspannter. Wenn ich ein Buch abbreche, schreibe ich dennoch eine Rezension, in der ich aber klarstelle, warum mir persönlich das Buch nicht gefallen hat. Generell ist der Druck – wie du so schön schreibst – durch das Bloggen tatsächlich gestiegen. Dabei geht es doch eigentlich um den Spaß und das Schreiben über unser liebstes Hobby.
      Bücher mit einem guten Gewissen abbrechen zu können, war ein wichtiger Schritt zurück zum Spaß beim Lesen und Bloggen.

      Es freut mich sehr, dass dir mein Beitrag so gut gefallen hat! 🙂

      Liebe Grüße
      Nina

  9. Ich kann mich mit dem Beitrag richtig gut identifizieren, weil ich früher auch keine Bücher abgebrochen habe, weil es mir vorkam wie Geldverschwendung. Irgendwann habe ich aber umgedacht: Wenn ich das Buch weiterlese, obwohl es mir nicht gefällt, habe ich Geld ausgegeben um eine schlechte Zeit zu haben. Ist das besser? Absolut nicht. 😀
    Bevor ich bei meinen Eltern ausgezogen bin, habe ich mir alle Bücher rausgesucht, die schon lange im Regal standen und bei denen ich unsicher war, ob sie mir gefallen würden und habe bei vielen die ersten 1-2 Kapitel gelesen und mich beim Großteil direkt entschieden, sie auszusortieren. Seitdem macht es mir überhaupt nichts mehr aus, ein Buch nicht zu Ende zu lesen und es ist eher erleichternd, sich nicht weiter damit quälen zu müssen.
    Gerade bei Reihen unterstütze ich dich total in der Entscheidung, nicht weiterzulesen, auch wenn es natürlich immer schade ist.

    1. Hi Jacquy,

      diesen Sprung, Bücher dann so „radikal“ auszusortieren, hab ich mittlerweile auch geschafft. Aber die ersten Schritte dahin sind echt nicht immer einfach. Aber dein Vergleich ist sehr treffend. Im Endeffekt ist die Zeit mit tollen, lustigen und schönen Büchern einfach besser verbracht. Meinen TBR müsste ich auch mal wieder auf diese Weise durchgehen, da sind noch ein paar Subleichen, die mich heute vermutlich nicht mehr ansprechen würden… Sollte ich ziemlich bald mal testen.
      Grade bei Reihen find ich es schade, wenn die Folgebände nicht mehr überzeugen können. Vor allem, wenn man eigentlich noch am Ende interessiert ist. Die Evermore-Reihe war so ein Fall. Ich hab mich da wirklich durchgequält, was es rückblickend leider nicht wert war… Hinterher ist man immer schlauer.

      Liebe Grüße & ein schönes #litnetzwerk
      Nina

  10. Hey Nina,

    ich finde es schon wichtig Bücher auch abbrechen zu dürfen. Geschmäcker sind halt verschieden und es gibt so wahnsinnig viele Bücher. Wenn ich ein Buch abbreche dann weil es mir wirklich nicht gefällt. Ich gebe dann aber einem anderen Buch die Gelegenheit mich zu Begeistern und somit kann ich meine Begeisterung dann auch weiter geben.

    Es ist für mich aber tatsächlich ein Unterschied ob ich ein selbst gekauftes Buch abbreche oder ein Rezensionsexemplar. Auch wenn ich durch ein Rezensionsexemplar meine Meinung nicht beeinflussen lasse, entsteht da schon so eine Art „Bringschuld“.

    1. Hi Rena,

      deine Sichtweise kann ich so voll und ganz unterschreiben. Ich bin auch noch nicht an dem Punkt angekommen, an dem ich Rezensionsexemplare abbrechen könnte. Schließlich habe ich das Buch zum Rezensieren erhalten. Und wenn ich es nicht lese, wie soll ich dann meine Meinung dazu schreiben? Ich verstehe dich hier sehr gut.
      Bei selbstgekauften Büchern bin ich aber wesentlich strikter geworden. Zwar bin ich noch nicht so schnell im Abbrechen, wie ich es vermutlich sein könnte, aber immerhin quäle ich mich nicht mehr durch jedes Buch. Manchmal pausiere ich die Bücher auch nur sehr lange, um ihnen einen zweiten Versuch zu geben. Es kam tatsächlich schon vor, dass ein Buch mir in einer anderen Lesestimmung viel besser gefallen hat, als im ersten Anlauf.

      Liebe Grüße und ein tolles #litnetzwerk
      Nina

  11. Hallöchen Nina,
    an dem Punkt stehe ich auch gerade. Ich habe mich auf ein Buch soo sehr gefreut und es mir extra gekauft und jetzt komme ich so schlecht in den Schreibstil.
    Einerseits möchte ich es unbedingt lesen, aber auf der anderen Seite.. gibt es auch noch genug andere Bücher, die ich lesen könnte.
    Aber mein schlechtes Gewissen hadert da noch mit sich und will mich nicht abbrechen lassen.
    Danke dir für deinen tollen Beitrag zum Thema „abgebrochene Bücher“. 🙂
    Liebe Grüße
    Melanie

    1. Hallöchen Melanie,

      oh ja, das kenne ich leider nur zu gut. Wenn das Buch nicht passt, ich aber das Gefühl habe, dass es doch passen könnte, pausiere ich es. Teilweise liegt es dann echt ein paar Monate auf dem TBR, bevor ich es dann wirklich lese, denn manchmal passt auch einfach die Lesestimmung nicht. Ab und zu fühlt man aber, dass es gar nicht passt. Wenn das der Fall ist, sortiere ich es komplett aus.
      Vielleicht hilft es dir ja, das Buch zu pausieren? 🙂
      Freut mich, dass dir mein Beitrag gefällt! ♥

      Liebe Grüße und ein tolles #litnetzwerk
      Nina

  12. Wenn mir ein Buch gar nicht gefällt, habe ich kein Problem es abzubrechen. Eine Ausnahme bildet aktuell A Tale of Two Cities, dem ich noch ein bisschen die Chance geben möchte. Eigentlich habe ich mit älteren Probleme Büchern keine Probleme, doch hier tue ich mir noch etwas schwer. Vielleicht komme ich noch rein, ansonsten werde ich es abbrechen. Passiert mir zum Glück nicht so häufiger, früher war es eine Zeitlang häufiger, doch mittlerweile kaufe ich meine Bücher gezielter. vampire Diaries hatte ich schon nach wenigen Kapiteln aufgehört, weil mich die Protas so furchtbar nervten.
    Ein schöner Beitrag, ich mag auch die Gestaltung deines Blogs sehr!

    Alles Liebe

    Nadine

    #litnetzwerk

    1. Hi Nadine,

      ich kenne das: Wenn man das Bauchgefühl hat, das ein Buch doch noch passen könnte, versucht man es noch mal nach einer Weile. Ich lasse die Bücher dann gerne mal ein paar Monate liegen – teilweise auch eher aus Versehen. Aber wenn es dann im zweiten Anlauf wieder nicht passt, weiß ich, dass es nicht sein sollte. Schade, aber dann kann man es nicht ändern. Tatsächlich musste ich bisher auch gar nicht so viele Bücher abbrechen. Insgesamt sind es vermutlich weniger als 10, genau weiß ich das aber gar nicht. 😀
      Vampire Diaries hat mich als Buch auch unfassbar genervt. Elena war die schlimmste Figur von allen. Liegt vermutlich auch daran, dass ich zuerste die Serie gesehen und dann nach mehreren Staffeln erst die Bücher entdeckt habe. Und dann hatte ich so sehr die Serienfiguren im Kopf, dass das mit den Büchern nicht mehr funktionieren konnte.

      Danke für dein tolles Feedback. Es freut mich sehr, dass dir der Beitrag und mein Blog gefallen! 🙂

      Liebe Grüße und ein schönes #litnetzwerk
      Nina

  13. Hallo Nina,

    ich kenne das schlechte Gewissen, wenn man Bücher abbricht. Allerdings ist mir inzwischen meine Lesezeit zu schade um sie mit Büchern zu verbringen die mir nicht gefallen. Da ich meine Bücher, egal ob Rezensionsexemplare oder selbstgekauft, inzwischen sehr sorgfältig auswähle, passiert es mir glücklicherweise sehr selten, dass ich ein Buch abbrechen muss. Aber es kommt vor und dann mache ich es auch.

    Liebe Grüße
    Vera

    1. Hi Vera,

      zum Glück muss ich auch nicht oft Bücher abbrechen. Insgesamt ist es vermutlich weniger als 10 Mal vorgekommen. Ich weiß es nicht mal genau. Bei Rezensionsexemplaren muss ich den Schritt noch lernen, brauchte das bislang aber zum Glück noch nicht. Da ich meine Rezensionsexemplare selbst anfrage, hat es bisher immer gepasst. Aber vielleicht kommt der Tag, an dem ich ein Reziex abbrechen muss. Mal sehen, wie das dann läuft. 😀

      Liebe Grüße & ein schönes #litnetzwerk
      Nina

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