Rezension

Shelter

Titel Shelter
Reihe
Band Einzelband
Autor Urusla Poznanski
Übersetzer
Illustrator
Verlag Loewe Verlag
Erschienen als Hardcover
Genre Thriller
Preis 19,95 €
Seitenzahl 432 Seiten
Bewertung
Shelter
Shelter

Wie leicht kann sich eine Verschwörungstheorie, so abstrus sie auch sein mag, eigentlich verbreiten? Dieser Frage gehen die Protagonisten in Shelter näher auf den Grund. Ob mich Ursula Poznanskis aktuelles Buch überzeugen konnte, liest du hier:

Verschwörungstheorien gibt es ja so einige. Aber wie entstehen sie eigentlich? Und wie schnell können sie sich verbreiten? Die Antwort auf diese beiden Fragen kannst du in Shelter gemeinsam mit Benny und seinen Freunden finden. Denn auf der Geburtstagsfeier seines Freundes Nando kommt Benny und der Clique auf die Schnapsidee, sich selbst eine Verschwörungsidee auszudenken – aber nicht irgendeine, nein, sondern eine Alien-Besetzer-Theorie!

Shelter ist sowohl beängstigend als auch fesselnd

Angeheizt durch Liv, Teil der Clique und Psychologiestudentin, kommt eines zum anderen und am nächsten Morgen ist die Theorie bereit für die Verbreitung. Was für die Gruppe am Anfang noch ein Spaß ist, dessen Ausbreitung sie begeistert verfolgen, schlägt ganz schnell in die komplett gegenteilige Richtung um. Die Atmosphäre wird deutlich angespannter, die Theorie verselbstständigt sich und die Handlung spitzt sich zu. Während der Anfang des Thrillers noch recht ruhig ist, hat mich die Spannung ab der Verselbstständigung der Theorie dann auch so richtig zu fassen bekommen. Beim Lesen schwankte ich zwischen „es ist so gut, ich muss weiterlesen“ und „es ist zu realistisch, ich brauch eine Pause“. Letztlich hat aber die Spannung gesiegt und ich habe das Buch nach einer Pause nach den ersten 70 Seiten, die noch recht ruhig sind, weggesuchtet.

Die Vorgehensweise, wie die Gruppe ihre Idee schmiedet und in die Welt setzt, ist sehr gut dargestellt. Social Media spielt dabei eine enorm wichtige Rolle. Erschreckend realistisch sind auch die Reaktionen, die sie auf ihre Theorie erhalten.

Geschrieben ist Shelter es auf dem gewohnt hohen Niveau von Ursula Poznanski. Sehr flüssig, gut strukturiert und angenehm zu lesen. Die Dialoge und Ausdruckweisen sind sehr authentisch und passend gewählt. Und auch die Figuren haben mir gut gefallen. Sie sind sehr lebensnah konstruiert. Dabei gab es natürlich Figuren wie Benny oder Darya, die ich echt gerne mochte und wiederum andere, wie Liv, die ich nicht sympathisch fand – dafür aber sehr gut konstruiert.

Genau wie Erebos spielt auch Shelter mit einem gewissen Gruselfaktor. Aber es gibt auch einen überraschenden Twist, der mir gut gefallen hat. Durch ihn kommt noch ein weiteres Handlungsthema dazu, zu dem ich dir jetzt aber nix verrate.

Die Auflösung bzw. das Ende der Handlung hat gepasst und wirkt authentisch. Die Entwicklung der Verbindung der Figuren untereinander fand ich ebenfalls sehr spannend. Bis zum Wendepunkt ist die Spannung extrem hoch, gegen Ende verschiebt sich der Fokus auf das Zwischenmenschliche der Figuren – was ich bei der Geschichte sehr wichtig fand.

Shelter ist eine authentische wie beängstigende Geschichte, die die Gefahr von Verschwörungstheorien aufzeigt, aber auch die hässliche Seite des menschlichen Charakters. Beides ist extrem realistisch dargestellt. Der Thriller steht Erebos in nichts nach – eine absolute Leseempfehlung!

Weitere Lesemeinungen:

„Shelter ist ein brandaktuelles Jugendbuch mit einzigartiger Storyline und leichtem Hang zum Spionagethriller. Die Geschichte führt uns authentisch vor Augen, was Verschwörungstheorien anrichten können und wie sie unsere hässlichsten Seiten zum Vorschein bringen.

Es beginnt sagenhaft vielversprechend, lässt aber zum Ende hin leider stark nach. Daher kann es für mich auch nicht mit Erebos mithalten.“ Yvonne | Lauschige Lesezeiten

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