Rezension

Madly

Titel Madly
Reihe In-Love-Trilogie
Band 1. Band
Autor Ava Reed
Übersetzer
Illustrator
Verlag Lyx Verlag
Erschienen als Taschenbuch
Genre Roman
Preis 12,90 €
Seitenzahl 416 Seiten
Bewertung
Madly
Madly

Dass ich Ava Reeds wunderschönen Schreibstil und ihre einfühlsam gestalteten Figuren sehr gerne mag, weißt du vielleicht schon. Und nachdem ich den ersten Teil ihrer neuen In-Love-Reihe so mochte, musst natürlich Madly, der zweite Band, her. Wie mir der gefiel:

Was ich normalerweise so sehr an Ava Reeds Büchern liebe? Ihren absolut poetischen Schreibstil und die viele Liebe zum Detail, die in jeder einzelnen Seite steckt. Nachdem ich Madly beendete, war ich eigentlich relativ zufrieden mit dem zweiten Band. Aber nun, rund einen Monat nach der Lektüre, stehe ich dem Buch ein wenig anders gegenüber.

Madly fehlt es an der für Ava Reed so typischen Tiefe und Empathie

Nachdem ich die Geschichte zwischen Andie und Cooper so mochte – nicht zuletzt wegen der einfühlsamen Art, mit der auch die Ecken und Kanten der Figuren behandelt wurden – war ich so neugierig auf June und Mason. Leider gab es schon während des Lesens Situationen, die ich nicht unbedingt passend fand. Nun, mit ein wenig zeitlichem Abstand, muss ich doch sagen, dass mich diese Stellen doch deutlich mehr gestört haben.

June und Mason spielen in Madly gerne mit Gefühlen

Sowohl June als auch Mason sind gefühlstechnisch ziemlich verschlossen. Sie lassen kaum einen Menschen wirklich hinter ihre Fassaden blicken. Grundsätzlich kein Problem. Aber durch vermeintliche Schutzmechanismen scheuen sie klärende Gespräche und verlieren sich stattdessen lieber in Geplänkel, das keinem von beiden wirklich guttut. Als Beispiel: June will nicht mit Mason ausgehen und macht ihm dennoch immer wieder Avancen. Das ist nicht gerade die feine Englische. Mason hingegen akzeptiert Junes Nein nicht und wechselt später im Roman sogar seine „Strategie“. An diese Stelle habe ich erstmal irritiert mein Buch angestarrt. Die Tatsache, dass Junes Nein nicht für voll genommen wird, finde ich gerade in Hinblick auf immer noch aktuelle Debatten kritisch. Leider ist Junes Verhalten auch nicht wirklich astrein.

Das im Vorwort angekündigte Thema des Bodyshamings kommt in Madly nur oberflächlich vor

Ich habe es schon erwähnt: Ich liebe Ava Reeds Bücher auch für die Empathie, mit der sie sensible Themen wie psychische Erkrankungen oder tiefsitzende Ängste umsetzt. Ihr Vorwort zu Madly hat mich unendlich berührt. Leider kommt das Thema Bodyshaming nicht in der Tiefe vor, die ich mir gewünscht habe. June leidet sehr unter ihrem Feuermal und vor allem die Haltung ihrer Mutter zahlt hier mit rein. Hier hätte ich mir aber mehr Tiefgang gewünscht. Ihr Feuermal ist die Begründung, weshalb sie sich zunächst nicht auf Mason einlassen möchte. Doch statt mit ihm ein tiefgreifendes Gespräch zu führen, flüchtet sie sich in Geplänkel. Und als die Thematik zur Sprache kommt wird sie ziemlich schnell abgehakt. Und das finde ich extrem schade. Hier hätte es viel Raum gegeben, um Selbstliebe zu thematisieren.

Was ich an Madly allerdings sehr mochte, war der Humor. Ich konnte an vielen Stellen lachen und mochte auch die Dynamik der gesamten Gruppe. Und auch, wenn June und Mason mich emotional nicht so ganz abholen konnten, freue ich mich auf Deeply.

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