Rezension

Geteilte Träume – Eine deutsche Familiengeschichte

Titel Geteilte Träume – Eine deutsche Familiengeschichte
Reihe
Band Einzelband
Autor Ulla Mothes
Übersetzer
Illustrator
Verlag Lübbe Verlag
Erschienen als Taschenbuch [WERBUNG & REZENSIONSEXEMPLAR]
Genre Roman
Preis 14,90 €
Seitenzahl 448 Seiten
Bewertung
Geteilte Träume – Eine deutsche Familiengeschichte
Geteilte Träume – Eine deutsche Familiengeschichte

Es gibt geschichtliche Themen, die in historischen Romanen nur selten aufgearbeitet werden. So auch die deutsch-deutsche Geschichte rund um die Wiedervereinigung. Umso neugieriger war ich auf die deutsch-deutsche Familiengeschichte in Geteilte Träume – Eine deutsche Familiengeschichte. Wie sie mir gefiel:

Als ich Geteilte Träume – Eine deutsche Familiengeschichte bei der Bloggerjury sah, musste ich mich einfach bewerben. Denn einen Roman rund um die Themen DDR und Wiedervereinigung musste ich einfach lesen. Aber leider konnte mit der Roman nicht so ganz für sich einnehmen. Und das leider schon ziemlich zu Beginn. Denn mit fiel der Einstieg in die Geschichte relativ schwer. Ich war unheimlich gespannt auf das Thema, kam aber mit den vielen Figuren, denen wir direkt am Anfang begegnen, ein wenig überfordert. Damit es dir anders geht: Am Ende des Romans ist ein Stammbaum.

Geteilte Träume – Eine deutsche Familiengeschichte erzählt eine spannende Geschichte

Als ich dann aber in der Geschichte ankam, kam ich gut voran. Kapitel um Kapitel kam ich in der Handlung voran und dröselte mit Ingken die Familienverhältnisse und Familiengeheimnisse auf. Die wirkten auf mich sehr realistischen. Das Figurenpersonal hat mich auch im weiteren Romanverlauf immer wieder ein wenig durcheinandergebracht – es ist unwahrscheinlich viele Figuren. Mit der Hauptfigur – Ingken –, deren Geschichte wir begleiten, wurde ich leider nicht warm. Ich kann den Finger nicht genau drauflegen, aber sie war mir einfach nicht sympathisch. Natürlich ist es nicht ohne, eine solche Entdeckung zu machen wie sie. Aber unter den gegebenen Umständen fand ich ihre Reaktionen ab und zu ein wenig zu trotzig – was auch einige andere Figuren so sahen. Dennoch kann ich ihr Verhalten nachfühlen.

Die Geschichte hat einiges in Petto. Nicht nur, dass sie mir das Leben in der DDR ein wenig näherbringen konnte, hier wurde mit viel Liebe zum Detail gearbeitet. Nichts wirkte überzogen oder unrealistisch, im Gegenteil. Ich hatte stellenweise das Gefühl, mitten in einer Doku über die DDR gelandet zu sein. Und ich hab’s gefeiert.

Alles in allem ist Geteilte Träume – Eine deutsche Familiengeschichte ein interessanter Roman mit einer verzwickten Handlung, einem großen Figurenpersonal und einer ordentlichen Portion Recherche. Ich kann das Buch allen Interessenten der deutsch-deutschen Geschichte ans Herz legen. Ich danke dem Lübbe Verlag herzlich für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Geteilte Träume – Eine deutsche Familiengeschicht.

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