Rezension

Dunkelsprung – Vielleicht kein Märchen

Titel Dunkelsprung – Vielleicht kein Märchen
Reihe
Band Einzelband
Autor Leonie Swann
Übersetzer
Illustrator
Verlag Goldmann Verlag
Erschienen als Hardcover
Genre Fantasy, YA, Jugendliteratur
Preis 19,99€ [RE]
Seitenzahl 384 Seiten
Bewertung .....

Dunkelsprung – Vielleicht kein Märchen in drei Worten?

Flohtastisch, märchenhaft, phantasievoll.

Wie ist das Cover?

Das Cover ist wunder, wunder, wunderschön! Der Buchumschlag hat ein erhabenes Muster, das sich unwahrscheinlich gut unter meinen Leserfingern anfühlt. Die harmonischen Farben – ein wundervoller Grünton auf beigem Hintergrund – strahlen. Der Grünton ist definitiv drauf gedruckt, da er glatt und glänzend ist. Die märchenhafte Gestaltung passt sehr gut zum Inhalt des Buchs, macht Lust, die Geschichte zu entdecken und ist doch nicht zu überladen. Auch einen Floh kann man im Zentrum, oberhalb des Titels entdecken.

Wie war die Handlung?

Zu Beginn war ich ziemlich verwirrt. Wie gehören Vorspiel, Spät im September und das erste Kapitel bloß zusammen? Existieren Zeitspünge in Vergangenheit oder gar die Zukunft? Wo befinde ich mich und, am wichtigsten, wie bekomme ich die beiden Versionen des Protagonisten unter einen Hut? Die erste Verwirrung ist recht bald verschwunden und machte der puren Leselust Platz. Die Handlung ist voller märchenhafter Wendungen, zauberhafter Einschübe und phantasievollen Wesen. Ich konnte einfach eintauchen und abschalten.
Hauptsächlich geht es in Dunkelsprung – Vielleicht kein Märchen um Julius, seinen Flohzirkus und eine ganze Schar bunter Figuren, die unterschiedlicher und vor allem merkwürdiger nicht sein könnten. Aber gerade in diesen Merkwürdigkeiten liegen Charme und Witz der Geschichte.

Wie waren die Figuren?

Selten habe ich differenziertere und merkwürdigere Charaktere kennenlernen dürfen als die von Leonie Swanns neustem Buch. Julius hat mir unglaublich gut gefallen und auch seine skurrile Verwandlung bis zum Ende des Buchs hat mir unglaublich gut gefallen.
Toll fand ich auch Elizabeth und Frank Green, die mir beide ans Herz wachsen konnten. Vor allem Das Legulas hat mich, wenn auch eher passiv als aktiv, oft zum Lachen gebracht.
Die Charaktere bieten eine Bandbreite an Charakterzügen, die unglaublich komisch und auch lustig sind. Eine Übersicht erhält man zu Beginn des Buchs in einem Dramatis Creaturae. Eine gute Hilfestellung, sollte man die Funktion der einen oder anderen Figur kurzzeitig vergessen.
Am schönsten fand ich dabei, dass die Figuren sich verändern, an Erfahrung gewinnen und an dieser wachsen dürfen.

Wie war der Schreibstil?

Der Schreibstil ist erfrischend, leicht und voller Witz. Voller Charme und mit viel Liebe schreibt Leonie Swann Dunkelsprung – Vielleicht kein Märchen, das für mich durchaus Märchencharakter hat. Es erinnert mich mehr an die Sparte der Kunstmärchen.

Was war gut?

Ich habe mich direkt im Buch wohlgefühlt. Bereits die anfängliche Verwirrung hatte mich in ihren Bann ziehen können, sorgte sie doch dafür, dass ich unbedingt erfahren wollte, wie der Bruch entstehen konnte. Ich wurde mit einer bunten und turbulenten Geschichte belohnt, in der Flöhe, Nixen und andere Fabelwesen zu Gast sind.
Vor allem die Figuren waren außergewöhnlich und liebevoll konstruiert. Man hatte nicht das Gefühl, dass sie nur für eine bestimmte Aufgabe entworfen wurden – sie fühlten sich real an.

Gibt es etwas Außergewöhnliches?

Das ganze Buch ist außergewöhnlich. Ein modernes Märchen im Stile der Kunstmärchen, das nicht auf Es war einmal und Und wenn sie nicht gestorben sind warten will und diese Kniffe auch nicht braucht. Turbulent und abwechslungsreich, voller Phantasie und liebevoller Gestaltung erlebt man eine Geschichte, die ihresgleichen sucht.
Und erst Julius‘ Entwicklung! Wer das Buch gelesen hat, weiß wovon ich spreche. Ich konnte mich vor lauter Lachen nicht mehr halten. Grandios!

Kann ich Dunkelsprung – Vielleicht kein Märchen weiterempfehlen?

Auf jeden Fall. Ich hatte unglaublichen Spaß beim Lesen, konnte abschalten und in die Geschichte eintauchen, Lachen und mitfiebern. Dunkelsprung – Vielleicht kein Märchen hat alles, was ich von einem mitreißenden Buch erwarte. Es hat mich abgeholt, begeistert und sich in mein Herz geschlichen. Hätte ich Glennkill und Garou nicht schon vorher gekannt, hätte ich die beiden Bücher der Autorin direkt hinterher gekauft und gelesen.
Vielen Dank an den Goldmann Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Dunkelsprung – Vielleicht kein Märchen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Ich stimme zu