Rezension

Die Jahre der Schwalben

Titel Die Jahre der Schwalben
Reihe Ostpreußen-Saga
Band 2. Band
Autor Ulrike Renk
Übersetzer Dr. Arno Hoven
Illustrator
Verlag Aufbau Verlag
Erschienen als Taschenbuch
Genre Historischer Roman
Preis 12,99€
Seitenzahl 560 Seiten
Bewertung
Die Jahre der Schwalben
Die Jahre der Schwalben

Nachdem ich Das Lied der Störche geliebt und verschlungen habe, war klar, dass ich den Folgeband Die Jahre der Schwalben unbedingt lesen muss. Wie er mir gefallen hat, verrate ich dir hier.

Beim Lesen von Das Lied der Störche konnten mich zwei Dinge voll und ganz von sich überzeugen: Die Protagonistin Freddy und die Darstellung des Lebens auf einem Gutshof. Umso gespannter war ich, ob Ulrike Renk es auch in Die Jahre der Schwalben wieder schaffen würde, diese idyllische Atmosphäre des Gutslebens heraufzubeschwören und Freddy weiterhin ebenso bodenständig wie sympathisch, beherzt und tatkräftig zu gestalten. Und was soll ich sagen: Ich bin absolut begeistert!

Freddy ist eine Protagonistin, die selbst in schwierigen Zeiten nicht aufgibt

Freddy wusste mich schon im ersten Band mit ihrer besonnenen, bodenständigen, klugen und tüchtigen Art zu begeistern. Leider meinte es die Handlung in Die Jahre der Schwalben nicht gut mit Frederike und stellt sie vor so einige Herausforderungen. Während ihr Start ins Erwachsenenleben ohne Mitgift bereits schwierig war, verläuft ihr Eheleben nicht rosiger. Ihr Mann Ax ist nicht nur älter und lebt in einem Gut in Polen – wodurch Freddy fernab von ihrer Familie neu anfangen muss – er ist auch noch schwer erkrankt. So schwer, dass er zum Auskurieren in ein Sanatorium reisen und Freddy mit der überwältigenden Pflicht eines enorm großen Gutshofs alleine zurück lassen muss.

Doch Freddy wäre nicht Freddy, wenn sie mich nicht auch in dieser Situation überrascht und über sich hinausgewachsen wäre. Was ich besonders schön fand: Der Familienzusammenhalt endete auch hier nicht, denn Onkel Erik steht seiner liebsten Stieftochter auch hier mit Rat und Tat zur Seite. Was man von anderen Figuren im Roman leider nicht behaupten konnte. Während Onkel Erik mir auch in Die Jahre der Schwalben wieder ungemein sympathisch war und weiter ans Herz wuchs, regte mich Frederikes Mutter einfach nur unfassbar auf. Mit ihrer kaltschnäuzigen, ignoranten und wenig herzlichen Art ging Stefanie mir das gesamte Buch über unfassbar auf die Nerven. Doch auch Ax enttäuschte mich mit seiner egoistischen Entscheidung und Haltung – etwas, was ich zum Ende des ersten Teils wirklich nicht erwartet hatte.

Die Geschichte in Die Jahre der Schwalben ist schlüssig, die Atmosphäre ungeheuer passend

Wie auch schon im ersten Band ist auch die Handlung in Die Jahre der Schwalben realistisch und glaubwürdig geschrieben. Grade die Zeitgeschichte, die gegen Ende des Romans miterzählt wird, wurde sehr glaubwürdig beschrieben. In Freddys direktem Umfeld gibt es sowohl Skeptiker als auch Sympathisanten, was die Stimmung um das Dritte Reich meiner Meinung nach sehr echt widerspiegelt.  Dabei schafft es Ulrike Renk wieder, die Atmosphäre des Gutslebens mit den Spannungen zu Beginn der 1930er Jahre zu kombinieren.

Ich habe es oben bereits kurz erwähnt, die Handlung in Die Jahre der Schwalben meinte es nicht gut mit Frederike und weist ihr ein hartes Schicksal zu. Umso glücklicher hat es mich gemacht, als sich die Handlung endlich zu Frederikes Gunsten gewandelt hat. Bis zu jenem fiesen Cliffhanger, der das Buch beschließt und mich ungläubig zurück lässt. Glücklicherweise habe ich Band drei bereits zu Hause.

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