Rezension

Die Flüsse von London

Titel Die Flüsse von London
Reihe
Band 1. Band
Autor Ben Aaronovitch
Übersetzer Karlheinz Dürr
Illustrator:in
Verlag dtv Verlag
Erschienen als Taschenbuch
Genre Phantastischer Roman
Preis 10,95 €
Seitenzahl 487 Seiten
Bewertung
Die Flüsse von London
Die Flüsse von London

Die Flüsse von London hat meine liebste Buddyread-Partnerin Yvonne und mich ein wenig ratlos zurückgelassen. Warum? Das erzähle ich dir in meiner Rezension zum Auftaktband.

Kennst du diese Bücher, bei denen nach der letzten Seite ein wirres Gefühl zurückbleibt? So ging es Yvonne und mir nach der Lektüre von Die Flüsse von London. Denn so wirklich wissen wir nicht, was wir von dem Buch halten sollen. Auf der einen Seite ist es unfassbar unterhaltsam und kommt mit einer außergewöhnlichen Plotidee daher, auf der anderen Seite ist es extrem wirr und nicht ganz einfach zu lesen.

Die Flüsse von London macht Spaß, braucht aber die volle Konzentration

Die großen Pluspunkte des Auftakts sind definitiv der Humor – gepaart mit Popkulturanspielungen – und die faszinierende Plotidee. Ersteres zeigt sich durch lustige Dialoge und Monologe sowie am gesamten Schreibstil. Die Idee der Reihe lässt sich am ehesten mit einem Crossover aus Akte X und Harry Potter beschreiben – kurz: Polizeiarbeit meets phantastische Geheimwelt. Klingt bis hierhin ziemlich verlockend? Definitiv. Leider wurde das Buch ab circa einem Drittel dann deutlich schwieriger.

Der Protagonist Peter Grant, seines Zeichens frisch ausgebildeter Constable, wird eine geringe Konzentrationsschwäche nachgesagt. Dass er leicht ablenkbar ist, spiegelt sich auch im Schreibstil der Geschichte wider. Die Handlung verläuft zwar grundlegend chronologisch, es gibt aber immer wieder (teilweise sehr lange) Einschübe, die an weniger passenden Stellen eingeschoben wurden. Falls dies so beabsichtig ist, finde ich das zwar recht charmant – in welchem Buch wird schon eine Charaktereigenschaft der Hauptfigur im Schreibstil eingearbeitet? – das Lesen haben die Einschübe leider extrem erschwert.

Eine weitere Herausforderung für mich waren die häufigen Textblöcke, in denen gerne ausschweifende Ortsbeschreibungen festgehalten wurden. Ich liebe detaillierte Beschreibungen, um mir Orte gut vorstellen zu können. Vor allem, wenn ich sie selbst noch nie besuchen konnte. Leider waren sie für meinen Geschmack einen Ticken zu ausführlich, weshalb ich sie zugegebenermaßen häufiger quergelesen habe.

Alles in allem ist Die Flüsse von London kein schlechtes Buch. Die Plotidee hat mir wirklich gut gefallen, der Schreibstil war mir etwas zu wirr und auch die Gedankensprünge des Protagonisten waren ein wenig schwer zu folgen. Dennoch reizt mich das Setting der Reihe. Was sagt ihr: Sollen Yvonne und ich weiterlesen? Schreibt’s in die Kommentare!

Weitere Lesemeinungen:

„Ehrlich gesagt, bin ich mir unsicher, ob ich der Reihe noch eine Chance geben soll. Und wenn, müssten es schon zwei Chancen sein, denn als großer Sherlock Holmes Fan interessiert mich vor allem Band III: „Ein Wispern unter Baker Street“.“ Yvonne | Lauschige Lesezeiten

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