Rezension

Das Haus der Malerin

Titel Das Haus der Malerin
Reihe
Band Einzelband
Autor Judith Lennox
Übersetzer Mechtild Ciletti
Illustrator
Verlag Pendo Verlag
Erschienen als Hardcover
Genre Historischer Roman
Preis 20,00€ WERBUNG [RE]
Seitenzahl 480 Seiten
Bewertung
Das Haus der Malerin
Das Haus der Malerin

Das Haus der Malerin von Judith Lennox ist für mich ein besonderes Buch. Zum einen, weil es mein erstes unangefragtes Rezensionsexemplar ist – vielen herzlichen Dank an den Piper Verlag an dieser Stelle! – zum anderen, weil es die Geschichte zwei sehr inspirierender Frauen erzählt.

In Das Haus der Malerin wird die Geschichte zweier Frauen erzählt, die zu Beginn des Romans unterschiedlicher nicht sein könnten: Rose und Sadie. In der Rahmenhandlung begegnen wir Rose Martineau, die im Jahr 1970 mit ihrem Mann und ihren beiden Töchtern ein beschauliches Leben in Walton-on-Thames führt. Durch zwei unerwartete Ereignisse wird Roses Leben jäh auf den Kopf gestellt. Denn durch den Tod ihrer Großmutter kommt Rose einem lang gehüteten Familiengeheimnis auf den Grund: Ihrer bislang unbekannten Großtante Sadie, deren Haus sie erbt. Zum anderen bedroht ein Medienskandal ihre Familienidylle. In wechselnden Perspektiven erfahren wir als Leser nicht nur, wie Rose ihren eigenen Weg zu gehen beginnt, sondern tauchen auch in das Jahr 1930 ein, in dem Sadie ihre Geschichte erzählt. Zeitgleich mit Rose gehen wir dem Familiengeheimnis auf den Grund und erfahren, warum Sadie Anfang der 1930er Jahre plötzlich verschwand.

Judith Lennox schafft in Das Haus der Malerin eine fesselnde Atmosphäre

Wer mich und meinen Buchgeschmack kennt, der weiß, dass ich historischer Romane mit Familiengeheimnissen und zeitlich getrennten Perspektiven liebe. Das Haus der Malerin war daher prädestiniert, um mir wundervolle Lesestunden zu schenken – und hat genau das auch geschafft. Die Stimmung, die Judith Lennox in ihrem Werk entstehen lässt, hat mich einfach in ihren Bann gezogen. Denn nicht nur die Tatsache, dass Sadie eine schillernde Persönlichkeit ist, deren Werdegang man unbedingt aufdecken möchte, auch Roses Geschichte übt einen Sog aus, dem ich mich nicht entziehen konnte.

Auch figurentechnisch konnte mich Judith Lennox überzeugen. Während Sadie eine nach außen hin schillernde Persönlichkeit ist, die jedoch auch von Zweifeln und Ängsten geprägt ist, ist Rose die große Identifikationsfigur der Geschichte. Ihre Entwicklung im Verlauf des Romans hat mir imponiert und mich begeistert, da sie ihren Weg in einer Zeit geht, in der ein solcher Weg noch wenig selbstverständlich war. Den letzten Punkt – ihren eigenen Weg in Zeiten zu gehen, in denen dies für Frauen noch nicht selbstverständlich war – ist ein gemeinsames Moment, das sich beide Frauenfiguren des Romans teilen.

Alles in allem bin ich sehr begeistert von Das Haus der Malerin. Zwar konnte ich einige Entwicklungen des historischen Handlungsstrangs vorausahnen, allerdings war das Was für mich weniger entscheidend als das Wie. Eine tolle Atmosphäre, fesselnde Figuren und ein spannender Plot haben dafür gesorgt, dass ich Das Haus der Malerin nicht mehr aus der Hand legen konnte.

Ich danke dem Piper Verlag herzlich für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Judith Lennox Das Haus der Malerin.

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