Rezension

Magisterium – Der Weg ins Labyrinth

Titel Magisterium – Der Weg ins Labyrinth
Reihe Magisterium
Band 1. Band
Autor Holly Black & Cassandra Clare
Verlag one Verlag
Erschienen als Hardcover
Genre Fantasy, Jugendliche, YA
Preis 14,99€
Seitenzahl 332
Bewertung .....

Magisterium – Der Weg ins Labyrinth in drei Worten?

Magisch, überraschend, spannend.

Wie ist das Cover?

Habt ihr jemals ein so wunderschönes Buch gesehen? Mit diesem wunderschönen kupferfarbenen Buchschnitt, der unwahrscheinlich schön im Sonnenlicht funkelt und glitzert. Und dieser Schutzumschlag erst! Dann noch die Tatsache, dass der Titel als Palindrom angelegt wurde. Dieses Cover ist einfach wunderschön. Ich bin alleine schon wegen des Äußeren an diesem Buch hängen geblieben.

Wie war die Handlung?

Die Handlung hat mich am Ende sehr überrascht. Ich hatte diese Wendung so nicht erwartet. Hatte ich doch etwas in diese Richtung vermutet, dann doch sicherlich nicht das! Es gibt einige Parallelen zwischen Harry Potter und Magisterium, aber diese sind marginal und herrschen nur am Anfang der Reihe vor. Allerdings: Wie soll das Rad neu erfunden werden? Wir haben also einen Magier, der in eine Schule geht, um zu lernen seine Magie zu bändigen. Seine Mutter wurde in einem Krieg getötet und in seinen Jahren an einer öffentlichen Schule wurde er als Außenseiter behandelt. Erst in der Schule findet er Freunde. Und das war es dann auch schon. Ich hatte erwartet, dass Call der absolute Held dieses Buchs wird, wurde allerdings auch in diesem Punkt von den Autorinnen überrascht. Eine tolle Geschichte, die sich definitiv von großen Namen wie Harry Potter nicht zu verstecken braucht und dem Leser Abwechslung von der gängigen Heldengeschichte bietet.

Wie waren die Figuren?

Mir hat die Figurenvielfalt sehr zugesagt. Es sind ausreichend, um eine ganze Schuld zu bevölkern, jedoch wenig genug, zumindest im Kreis um Call, um sich die Namen merken zu können. Call hat mir sehr gut gefallen. Beginnt er doch das Buch als missgelaunter Junge, der alles Schwarz sieht, findet er im Magisterium Freunde und ein zweites zuhause. Seine Teammitglieder Aaron und Tamara sind mir auch sehr ans Herz gewachsen. Tamara erinnert in ihrer strebsamen Art auf den ersten Blick ein wenig an Hermine, während Aaron einfach der Junge ist, der von allen gemocht wird. Ich finde, die Mischung aus den dreien hätte nicht besser sein können.

Wie war der Schreibstil?

Ich habe bislang noch kein Werk von Holly Black gelesen, doch das sollte ich nachholen. Ich habe mich in dem Buch der beiden Autorinnen pudelwohl gefühlt. Der Schreibstil ist flüssig und führt den Leser gut durch die Geschichte. Es wird ausreichend und bildhaft beschrieben, wenn es von Nöten ist. Die Gespräche der Schüler untereinander oder mit ihren Lehrern sind realistisch und authentisch gestaltet, auch in ihrer Wortwahl.

Was war gut?

Ich mochte die Figurenkonstellation. Die drei und ihr Lehrer passen sehr gut zusammen. Auch Calls Veränderung im Laufe des Buchs hat mir zugesagt. Eine Wendung gegen Ende des ersten Bands hat mich wirklich überrascht und sprachlos zurückgelassen. Gut finde ich auch, dass Magisterium keine Kopie von Harry Potter ist. Natürlich gibt es Parallelen, aber das ist nur natürlich, bedenkt man, dass es sich um eine Zaubererschule handelt. Diese Idee ist nun einmal in der Welt, man kann sie nicht neu erfinden. Magisterium schenkt dem Leser einen Einblick in eine etwas andere magische Welt, was mir persönlich sehr gut zusagt.

Was war nicht so gut?

Ich kann euch gar nicht so genau sagen, was die 0,5 Punkte Abzug ausmachen. Das Buch ist spannend und unglaublich gut geschrieben, allerdings hätte es für mich ein wenig dicker sein können. Man spürt, dass sich das Buch an jüngere Leser richtet (Schriftgröße, Thematik, usw), was mir vorher bewusst war und auch nicht schlimm ist. Ich habe mich sehr wohl gefühlt, aber ab einem Punkt hat die Geschichte sich zu plötzlich entwickelt. Da ging es dann Schlag auf Schlag, wo es vorher ruhiger vonstattenging.

Gibt es etwas Außergewöhnliches?

Die Idee, wie mit Magie umgegangen wird, ist außergewöhnlich. Die Magier in Magisterium haben keine Zauberstäbe und sagen auch keine Zaubersprüche auf, sondern orientieren sich an den Metallen. Sie ziehen ihre Magie aus der Natur und das hat mir sehr gut gefallen. Damit erinnern sie an Merlin und Paracelsus, bieten eine in der heutigen Zeit neue Form der Magie und wissen damit zu begeistern.

Kann ich Magisterium – Der Weg ins Labyrinth weiterempfehlen?

Ja! Und nicht nur an alle, die Harry Potter kennen und lieben. Ich gebe euch den Rat: Macht euch den Kopf frei vom großen Vorbild in Sachen Literatur und Magie. Ich selbst habe nicht an Harry gedacht und konnte mich sehr gut in das Buch einfühlen. Erst durch eine Frage auf Twitter, die ich umgekehrt wohl auch gestellt hätte – bedenkt man, dass ich mich bei Erscheinen des Buchs dasselbe gefragt hatte – habe ich mich mit der Frage beschäftigt, welche Parallelen es gibt. Sie sind sehr gering und bitte, gebt diesem Buch eine unvoreingenommene Chance. Ihr werdet wunderbar magische Momente erleben.

4 responses to “[Rezension] Magisterium – Der Weg ins Labyrinth

    1. Ich will unbedingt den zweiten Teil!
      Diese Wendung am Ende, die war doch echt überraschend, oder?
      Ich meine, ich hatte mit etwas in dieser Richtung gerechnet, aber nicht damit!

  1. Hallo Nina,

    ich überlege schon, ob ich das Buch nicht auch lesen will. Bei dir kommt es ja wirklich gut weg. Vielleicht wäre das ja was für meine beiden Großen? Die sind bei Harry Potter an einem Punkt, an dem sie merken, dass sie nun erst ein wenig älter werden müssen, um alles zu verstehen. Jetzt schauen sie sich rechts und links davon um. 🙂

    Liebe Grüße
    Mona

    1. Hallo Mona,

      schau es dir mal an. Ich denke, dass das Buch für deine beiden Großen was sein könnte. Der Ton ist, ähnlich wie bei den ersten Bänden von Harry Potter, noch wenig bedrohlich und eher locker. Ich denke, es könnte ihnen gefallen. Mit persönlich hat es gut gefallen. Ich konnte mich auch beim Lesen vollkommen von den Parallelen zu HP befreien, die einige stärker wahrnehmen. Ich habe sie rückblickend natürklich gesehen, aber ich finde das nicht schlimm. Keiner kann heutzutage eine komplett neue Geschichte erfinden. 🙂

      Liebste Grüßlies ^^

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