Rezension

Garou – ein Schafs-Thriller

Garou – ein Schafs-Thriller
Leonie Swann
ISBN: 978-3-442-47359-5
9,99 Euro als Taschenbuch

Inhalt von Garou – ein Schafs-Thriller

Endlich ist es so weit. Die Schafe von Glennkill erkunden Europa. Gemeinsam mit ihrer neuen Schäferin Rebecca beziehen sie im Schatten eines französischen Schlosses ihr Winterquartier. Dann sterben plötzlich im Wald Rehe eines unnatürlichen Todes. Ein Werwolf, murmeln die Ziegen von der Nachbarweide. Ein Loup Garou! Oder doch nur ein Hirngespinst? Doch spätestens als ein Toter unter der alten Eiche liegt, ist klar, dass auch Hirngespinste tödlich sein können. Die Schafe heften sich auf die Spur des Garou und versuchen, mit Schafslogik, Mut und Kraftfutter, sich selbst und ihre Schäferin zu retten.

Meine Meinung zu Garou – ein Schafs-Thriller

Bevor ich Garou las, machte ich mich natürlich zuerst an Glennkill. Ich hatte viel Gutes über Glennkill gehört und war neugierig. Leider brauchte ich eine ganze Weile, bis ich in die Geschichte eintauchen konnte und fand, dass es sich an manchen Stellen extrem gezogen hat. Man kam einfach nicht voran.
Bei Garou war es nicht so. Ich konnte mich direkt in die Geschichte einleben und hatte auch nicht das Gefühl, dass es sich irgendwo zieht oder trocken wird. Das wurde durch häufige Charakterwechsel verhindert. Manchmal waren mir die Passagen, die man mit einem Schaf oder auch einer Schafsgruppe verbrachte etwas zu kurz, aber so konnte man immer schnell ein paar Seiten lesen und war in der Lage jederzeit wieder einsteigen zu können.

Zur Geschichte kann ich folgendes sagen: sonderlich überraschend ist es ja nicht. Die Handlung ist direkt am Anfang klar, wie auch bei Glennkill. Es geschieht etwas und die Schafe untersuchen den Fall. Allerdings hat mich das Ende wirklich überrascht. Ich hatte mit diesem Charakter überhaupt nicht gerechnet und war ein wenig verwundert.
Was diese Geschichte einfach lesenswert macht, ist in meinen Augen nicht die Spannung. Wer Spannung sucht, sollte sie ein anderes Buch suchen. Natürlich gibt es Momente, in denen man das Buch nicht weglegen kann und sich fragt wie es weitergeht. Aber dafür, dass es ein Schafs-Thriller sein soll, ist es nicht sehr spannend, im Sinne von Action.
Dafür überzeugen einfach die Charaktere der Geschichte. Die Schafe, Rebecca, die Schäferin und die Antagonisten, die zum ganzen Drumherum gehören.

Die Schafe sind, wie im ersten Teil auch, wieder mit viel Liebe und charakterlicher Tiefe versehen und machen sich ihre ganz eigenen Gedanken.
Ich finde, dass das Buch für jeden empfehlenswert ist, der Fabeln mag oder bereits Glennkill gelesen hat. Wer will, kann das Buch auch vor Glennkill lesen, wobei das, denke ich, nicht sehr ratsam ist, da man nicht über die Geschehnisse im ersten Teil informiert ist und sich an der Formulierung neue Schäferin aufhängen könnte.

Es hat mich wirklich verwundert wer der Mörder ist. Ich hatte ihn gar nicht mehr auf dem Schirm. Er ist nur so vage in meiner Erinnerung, aber wer genau Eric eigentlich ist, habe ich schon wieder vergessen. War er nicht der Sohn des eigentlichen Inhabers des Schlosses? Ich erinnere mich nur noch daran, dass er einen Drogenentzug in der Irrenanstalt hinter sich gebracht hatte und das Maurices’ Vater sich ziemlich an ihm zu schaffen gemacht hat. Aber mehr weiß ich auch nicht mehr. Zudem, wie kommt man dazu? Ist ein Drogenentzug ein Grund wehrlose Rehe zu töten? Sie vorher zu schwächen und brutal zu jagen? Oder auch Menschen? Hatte er Warnvorstellungen oder tat er es aus Langeweile? Das sind so die Fragen, die noch offen sind. Die Frage nach dem Warum wurde mir dieses Mal nich gut genug geklärt. Oder habe ich es schlicht weg überlesen? Falls ja, informiert mich bitte!
Auch den Epilog mit dem Lamm habe ich nicht ganz verstanden. Wenn ich es richtig las, stand dort Winterlamm. Ist es jetzt Heathcliff, das Winterlamm, oder kam Zoras Lamm auch im Winter zur Welt? Ist der Epilog zeitgleich der Prolog für den dritten Teil? Gibt es einen?

Fazit zu Garou – ein Schafs-Thriller

Ich finde die Charaktere, sprich die Schafe, wirklich unglaublich süß. Die Idee einen Schafs-Thriller zu schreiben hat bei mir immer noch einen Stein im Brett. Leider gab es bei diesem Teil ein paar ungelöste Fragen. Aber wer Glennkill mag, sollte auch Garou lesen. Ich kann es euch ans Herz legen, wenn ihr die süßen Schafe von Glennkill und ihre Sicht der Welt gerne in einem zweiten Band erleben wollt. Außerdem sind begriffe wie Indi-Viehduum oder Mehrwölfe einfach zu niedlich.

Weitere Meinungen zu Garou – ein Schafs-Thriller:

Elli

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Geblubber #4

Heute gibt’s ein neues Geblubber!
Eigentlich wollte ich das erst am Mitwoch wieder blubbern, aber momentan habe ich einfach richtig Lust drauflos zu schreiben.
Ich fange dann mal mit kommendem Samstag an.
Nächsten Samstag, den 26.05. findet unsere Lesenacht statt. Und bisher sind wir zu 7. und haben noch zwei vielleicht-Teilnehmer. Wenn ihr Lust und Zeit habt mitzumachen, dann hinterlasst uns einfach einen Kommentar unter dem Artikel „Lesenacht“. Wenn ihr rechts in meiner Leiste auf das coole Symbol von Sema klickt kommt ihr automatisch zu dem Artikel.
Die Regeln sind denkbar einfach. Die Lesenacht beginnt ab 18 Uhr. Natürlich könnt ihr auch später anfangen, wenn ihr zuvor, wie ich, noch was vorhabt oder arbeiten müsst.
Wenn ihr einen Blog habt, könnt ihr einen Liveticker-Artikel schreiben und dort die von uns gestellten Fragen beantworten. Alle nicht Blogger können uns via Twitter (#LN26) ihre Antworten zwitschern oder einfach in die Kommentare posten.
Es wird vier Fragen geben, die in einem gewissen zeitlichen Abstand gepostet werden.
Ich hoffe, dass es euch allen viel Spaß machen wird. Ich bin nämlich schon tierisch aufgeregt.

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