Rezension

Wie Schnee so weiß

Titel Wie Schnee so weiß
Reihe Luna-Chroniken
Band 4. Band
Autorin Marissa Meyer
Übersetzerin Bettina Arlt
Illustrator:in
Verlag Calsen
Erschienen als Hardcover
Genre Märchenadaption, Dystopie, Fantasy
Preis 9,99 € (als e-book)
Seitenzahl 850 Seiten
Bewertung
Wie Schnee so weiß
Wie Schnee so weiß

Was für ein Abschluss! Selten habe ich einen Reihenfinale so inhaliert wie diesen letzten Band der Luna-Chroniken. Marissa Meyer bleibt auch hier ihrer Linie treu: Märchenhafte Fantasy trifft auf Dystopie und wird zu einer hochspannenden, modernen Schneewittchen-Adaption, die einfach alles hat – starke Frauenrollen, überraschende Twists, Tempo, Tiefgang und genau die richtige Portion Romantik. Meine volle Meinung zu Wie Schnee so weiß gibt’s hier:

Direkt zu Beginn wird klar: Levana ist die Endgegnerin aller bösen Märchenfiguren – herrlich fies, manipulativ und gefährlich. Kai als Imperator muss sich gegen sie behaupten, Cinder und die gesamte Crew befinden sich im größten Konflikt der Reihe. Der Kampf um Luna und die Erde spitzt sich immer weiter zu, und das Buch hält die Spannung auf einem konstant hohen Level. Regen, Unwetter und die perfekte Lesestimmung tun ihr Übriges – ich konnte (und wollte) das Buch kaum beiseite legen.

Neue Figuren ergänzen das starke Figurenpersonal in Wie Schnee so weiß

Im vierten Band rücken Winter und Jacin stärker in den Mittelpunkt. Winter ist als moderne Schneewittchen-Figur besonders liebenswert – eine Protagonistin, die mit viel Herz ihren eigenen Weg geht und dabei nie klischeehaft wirkt. Die Gruppe wird mehrfach getrennt, aber gerade das sorgt für Dynamik: Immer wieder werden Beziehungen durchgewirbelt, Pärchen finden und verlieren sich, und jede Figur erhält genug Raum für Entwicklung. Cress, Thorne, Scarlet, Wolf und Kai bleiben wunderbar facettenreich, und Levana überzeugt als komplexe Antagonistin.

Der Abschluss von Wie Schnee so weiß bringt die Reihe zu einem passenden Ende

Auch wenn das Buch mit fast 850 Seiten richtig dick ist, fühlt es sich nie langatmig an – im Gegenteil: Die Story greift viele neue Motive auf und lässt keine Langeweile aufkommen. Die Gesellschaftskritik bleibt unterschwellig vorhanden, die Märchenelemente werden logisch und kreativ verbunden, und die Revolution auf Luna treibt die Handlung rasant voran. Besonders gelungen finde ich, dass das Finale wirklich märchenhaft und gleichzeitig realistisch ausfällt – träumerisch, wie es sein sollte, doch ohne Kitsch.

Wie Schnee so weiß ist für mich das perfekte Finale dieser außergewöhnlichen Reihe: magisch, spannend, bewegend und eine Hommage an starke Charakterentwicklung und moderne Märchen. Ich habe mitgefiebert, gelacht, getrauert – und schließe die Bücher mit einem absolut glücklichen Gefühl. Die Luna-Chroniken gehören definitiv zu meinen Jahreshighlights und zu den besten Fantasyreihen, die ich je gelesen habe!


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