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Rezension

Kissing Lessons

Titel Kissing Lessons
Reihe Kiss, Love & Heart-Trilogie
Band 1. Band
Autorin Helen Hoang
Übersetzerin Anita Nirschl
Illustrator:in –
Verlag Rowohlt Verlag
Erschienen als e-book
Genre Fantasy
Preis 9,99 €
Seitenzahl 416 Seiten
Bewertung
Kissing Lessons
Kissing Lessons

Auf Kissing Lessons bin ich zufällig über Audible gestoßen. Eine Protagonistin, die küssen lernen will und sich dafür einen Escort holt? Klang für mich super unterhaltend. Und das habe ich zum Teil auch bekommen. Leider mit einer ordentlichen Ladung Misskommunikation. Wie ich das Buch am Ende fand, liest du in meiner Rezension:

Die beiden Protagonist:innen fand ich einfach mega süß und ich konnte mich zu 70 % auf sie einlassen. Stella ist ein IT-Genie, liebt ihre Arbeit und findet nur recht schwer Anschluss oder Freund:innen. Ihr Konterpart ist Michael, der als liebevoller, einfühlsamer Golden-Retriever-Boyfriend dargestellt wird. Für ihn steht die Familie an erster Stelle und das merkt man in seinem Verhalten. Die zwischen ihnen dargestellte Beziehung ist sehr verständnisvoll, voller Consent und toller Momente: Er nimmt sie genau so, wie sie ist, macht alles angenehmer für sie, ohne dass sie sich erklären muss. Sie wächst daran, wird stärker, humorvoll und liebevoll – und ohne die Misskommunikation hätte Kissing Lessons ein echtes Highlight werden können.

Leider spielt die Misskommunikations-Trope in Kissing Lessons eine große Rolle

Genau da lag mein größtes Problem: Die klassische Misskommunikations-Trope, die ich leider einfach so gar nicht ausstehen kann. Zu Beginn läuft alles humorvoll und cool in ihrer geschäftlichen Beziehung, dann verlieben sie sich – wenig überraschend in einem Liebesroman. Aber statt zu reden, ziehen beide etliche Gründe an den Haaren herbei, warum der bzw. die andere nicht interessiert sein könnte: Sie sieht sich als schrullige Auftraggeberin und er hat panische Angst davor, dass sie sein „dunkles Geheimnis“ (das gar nicht dunkel ist) entdecken könnte. Für mich war das kein kokettes Spiel zwischen den Protas, sondern hat mich nur unnötig wahnsinnig gemacht.

Der Anfang, die Figuren und viele Punkte in der Dynamik ihrer Beziehung waren wirklich schön erzählt. Gerade die positiven Momente der Beziehung zwischen Stella und Michael empfhand ich als unterhaltsam. Wäre da nicht die Misskommunikations-Trope gewesen, hätte ich direkt nach Kissing Lessons auch zu den Folgebänden gegriffen, denn der Reihenauftakt ist nicht per se schlecht. Es gab einige schöne Momente mit viel Gefühl und Consent, was ich sehr wichtig finde.

Wenn du die Misskommunikations-Trope magst, wirst du mit Kissing Lessons ein tolles Buch bekomme, die Liebesgeschichte zwischen Stella und Michael ist ansonsten nämlich echt schön.

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