Titel Fractured Fates Reihe Fallen Grace-Dilogie Band 1. Band Autorin Josi Wismar Übersetzer:in – Illustrator:in – Verlag Heyne Verlag Erschienen als Hardcover Genre Kriminalroman, Romance Preis 17,00 € Seitenzahl 400 Seiten Bewertung

Wenn Josi Wismar eine neue Reihe ankündigt, landet sie garantiert in meinem Regal. So auch Fractured Fates, der erste Band ihrer Romance-Kriminal-Dilogie. Worum es im Buch geht und ob mich Josi wieder von sich überzeugen konnte, liest du in meiner Rezension:
Ein Kriminalroman mit Romanceanteil? Klang spannend, war es auch. Mit Fractured Fates hat Josi Wismar nicht nur ein neues Genre für sich (und mich) entdeckt, sondern mich komplett abgeholt. Das Figurenpersonal hatte genau die richtige Mischung aus sympathisch und mysteriös, der Plot steigert sich in einem guten Tempo und der Cliffhanger am Ende ist unfassbar gemein. Zum Glück hatte ich den zweiten Teil direkt schon im TBR-Regal stehen und konnte weiterlesen.
Fractured Fates entführt uns in die Londoner High Society
Fractured Fates fühlt sich wie eine Mischung aus Gossip Girl und Pretty Little Liars: Der Erbe der einflussreichen Davenport-Familie Max wird tot in seinem Appartment aufgefunden. Die Mörderin soll das Au-pair Vee sein, die zudem auch in einer heimlichen Beziehung mit Max war. Allerdings glaubt Vees Schwester Isabelle felsenfest an die Unschuld ihrer Schwester und schleust sich heimlich in die Davenport-Familie ein, um die Wahrheit aufzudecken. Was als kalkulierte Annäherung beginnt, entwickelt sich zu echter Anziehung und Isabelle ringt plötzlich mit echter Zuneigung anstelle vorgetäuschter Gefühle.
Klingt alles zu spannend, um wahr zu sein? Ich verspreche dir, Fractured Fates erfüllt deine Erwartungshaltung. Erzählt wird die Geschichte aus zwei Perspektiven: Isabelles Ermittlungen und Vees Rückblicken in Form von Briefen. Ich mag diese Erzählweise sehr gerne, da durch die Rückblicke häppchenweise neue Puzzleteile hinzukommen und ich miträtseln kann. Parallel stöbert sich Isabelle in der erzählten Gegenwart durch die Familiengeheimnisse der Davenports, um die Wahrheit aufzudecken. Kombiniert entfaltet sich eine spannende Handlung, die mich gut in der Geschichte vorankommen lies.
In Fractured Fates hat so ziemlich jede Figur Geheimnisse
Was mir besonders gut gefallen hat: Der Schein trügt, denn hinter jeder Person steckt deutlich mehr, als das Außenbild verspricht. Bei der Protagonistin Isabelle, die sich während ihrer Undercover Mission als Holly ausgibt, liegt es auf der Hand. Als Leser:innen begleiten wir sie auf ihrem Weg und haben unmittelbaren Anteil an ihren Emotionen und Gedanken. Anders ist das bei den Mitgliedern der Davenports. Ob Carter oder Linnea, Max‘ Geschwister, oder dessen Witwe Florence, hinter der distinguierten Fassade versteckt sich so einiges.
Was alle Figuren gemeinsam haben: Sie sind unfassbar gut geschrieben und konstruiert. Sie alle haben einen (mehr oder weniger geheimen) Antrieb, Ziele und Motive. Keine Person ist nur gut oder böse. Es gibt viele Grautöne und vor allem Isabelle/Holly, Carter und Linnea mochte ich wirklich gerne. Florence konnte ich weniger gut greifen als die ersten drei und Harrison, Max‘ Vater, ist ein Buch mit sieben Siegeln.
Gegen Ende wurde das Buch immer spannender, um in einem der fiesesten Cliffhangern zu enden, die man sich vorstellen kann. Ich kann dir nur raten, dass du Band 2 schon bereithalten solltest, wenn du Fractured Fates liest und den ersten Band magst. Ich habe direkt zu Shattered Silence gegriffen.