Rezension

Ein Tag im März

Titel Ein Tag im März
Reihe
Band Einzelband
Autor Jessica Thompson
Übersetzer Dietmar Schmidt
Illustrator
Verlag Bastei Lübbe
Erschienen als Taschenbuch mit Klappbroschur
Genre Frauenroman
Preis 9,99€
Seitenanzahl 432 Seiten
Bewertung .....

Ein Tag im März in drei Worten?

Überraschen, abwechslungsreich, berührend.

Das Cover?

Das Cover war ehrlich gesagt der Grund, warum ich auf dieses Buch aufmerksam wurde. Mit seinen hellen, strahlenden Farben lockte es mich förmlich zu der Buchkiste mit den Mängelexemplaren. Das Cover ist einfach wahnsinnig schön. Man sieht rote und blaue Zeichnungen, die dem Cover ihren ganz eigenen Charme verleihen. Dabei lässt das Cover eine romantische Geschichte vermuten, obwohl so viel mehr dahinter steckt.

Die Handlung/Das Setting?

Die Geschichte wird aus mehreren Perspektiven erzählt. Aber keine Sorge, ihr bekommt nicht 5 Mal dieselbe Geschichte aus anderen Blickwinkeln erzählt. Besser, der Leser bekommt verschiedene Perspektiven eines großen Ganzen, das zu Beginn der Geschichte nicht absehbar ist. Zu Beginn dachte ich, ich hätte eine Kurzgeschichtensammlung vorliegen. Dann, allmählich, entdeckte ich einen roten Faden zwischen zwei Perspektiven, dann in immer mehr Teilen der Geschichte. Erst am Ende fügt sich alles in ein Gesamtbild zusammen, das mich berühren konnte.

Der Schreibstil?

Der Schreibstil von Jessica Thompson hat mir sehr gut gefallen. Ihr Schreibstil ist ruhig, detailliert aber nicht überladen. Die Wortwahl passt auf die jeweiligen Figuren sehr gut. Sie leiht einer Figur keine unpassenden Worte, sondern fügt alles stimmig zusammen, ohne unangenehm zu werden. Der Schreibstil verleitet zum Lesen, animiert zum Mitfühlen und hält den Leser bei der Stange, nicht zuletzt auch wegen der interessanten und ausgefeilten Erzähltechnik.

Die Figuren in Ein Tag im März?

Mir haben alle Figuren unglaublich gut gefallen. Jede Figur, die irgendeine Rolle in der Gesamthandlung innehat, bekam ihren Handlungsspielraum, ihr eigenes Kapitel. Das hatte für mich den Effekt, dass ich mich noch mehr mit den Figuren auseinandersetzen konnte. Es wurde jeder Figur die Chance gegeben, ihre Gedanken und Gefühle zu offenbaren. Und keine der Figuren war in meinen Augen schlecht ausgearbeitet. Sie waren nicht perfekt und alle nur nett. Jede der Figuren hat so ihre Ecken und Kanten, aber keine ist abgrundtief böse oder die pure Freundlichkeit. Die Figuren ergründen menschliche Abgründe, beschäftigen sich mit den schönsten und den schlimmsten Gefühlen und bleiben dabei vor allem eines – echt.

Positives?

Mir haben die Figuren gefallen, die Erzähltechnik war etwas Neues und Aufregendes für mich, der Plot konnte mich überzeugen und auch die übermittelten Emotionen konnten mich berühren. Das Buch ist nicht leicht von seinen Gefühlen. Es ist traurig und stellenweise sehr verzweifelt, verliert aber nie den Glauben an Hoffnung, Glück und Liebe. Es ist menschlich und realistisch gezeichnet, es hat Tiefe und berührt den Leser mit seiner Botschaft. Trotzdem wird es nicht melancholisch oder schwer, sodass es einen Lesegenuss darstellt, der selten ist.

Empfehlung zu Ein Tag im März?

Ich kann Ein Tag im März allen empfehlen, die Tiefe von einer Geschichte erwarten. Die Bücher mögen, die Emotionen transportieren und abwechslungsreiche Figuren haben. Für alle, die mit Perspektivwechseln und Cliffhangern zurechtkommen. Mir hat das Buch unglaublich gut gefallen, trotz der traurigen Geschichte, die erzählt wird. Vor allem die Komplexität einer einzigen Tat, die im Verlauf der Geschichte dargestellt wird, hat mich faszinieren können.

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