Titel Die Götter von Asgard Reihe Die Götter von Asgard-Dilogie Band 1. Band Autorin Liza Grimm Übersetzer:in – Illustrator:in – Verlag Knaur Taschenbuch Erschienen als Taschenbuch Genre Fantasy Preis 12,99 € Seitenzahl 304 Seiten Bewertung

Die Götter von Asgard war eines der Bücher, das ich beim Büchershoppen spontan mitnehmen musste. Nordische Mythologie, eine smarte Prota und eine gute Recherche, genau meine Kragenweite. Wie mir der Auftaktband im Detail gefiel, liest du in meiner Rezension:
Die Götter von Asgard ist für mich eins der besten Fantasybücher zur nordischen Mythologie: super recherchiert, sehr angenehm zu lesen und mit einer sympathischen Protagonistin im Mittelpunkt, die ich schnell ins Herz geschlossen habe. Der Plot erfindet das Rad zwar nicht neu, hat aber einen cleveren Kniff, der dafür sorgt, dass man immer noch „ein Kapitel mehr“ lesen möchte.
Die Götter von Asgard erzählt die nordischen Sagen weiter
Der Prolog in Asgard macht sofort klar, wie tief die mythologische Ebene geht: Ragnarök-Prophezeiung, Odins Gesandter und die ständige Frage, welche Rolle die Menschen in diesem Götterspiel überhaupt noch spielen. Als unsere Progatinistin Ray plötzlich genau mit diesen Punkten in Berührung kommt, glaubt sie der geheimnisvollen Kára kein Wort. Bis sie auf Tyr trifft – eine Begegnung, die gleichzeitig Faszination und Misstrauen in ihr auslöst. Zusammen mit Lokis Listen entspinnt sich daraus eine abenteuerliche Reise in die Welt der Götter und Riesen, bei der Ray herausfinden muss, ob in ihr tatsächlich mehr steckt, als sie sich selbst zutraut.
Erzählt wird das Ganze in der dritten Person, aber so nah an Rays Wahrnehmung, dass man sich praktisch in ihrem Kopf befindet. Ihre direkte, moderne Art sorgt dafür, dass sie lieber klare Antworten statt kryptischer Weissagungen will, was immer wieder für kleine Reibereien zwischen Tyr und Kára sorgt. Besonders mochte ich, wie stimmig die erfundenen Figuren in die bekannte Mythologie eingebettet sind und wie authentisch ihre Dynamik mit den Göttern wirkt. Die leise Lovestory zu Tyr bleibt dabei angenehm subtil und drängt sich nie in den Vordergrund.
Liza Grimms Schreibstil ist flüssig, temporeich und passt wunderbar zu der Mischung aus Vorlesungssaal, Großstadt und Götterreich. Einige Wendungen kamen anders, als ich erwartet hatte, und der erwähnte Kniff hat mir wirklich gut gefallen, weil er die Konsequenzen der Entscheidungen spürbar macht. Wichtig zu wissen: Es handelt sich nicht um einen Einzelband, Band 2 rückt einen anderen Protagonisten in den Fokus.
Unterm Strich ist Die Götter von Asgard für mich ein starker, durchweg unterhaltsamer Auftakt ohne Längen, der nordische Götter, Schicksalsfragen und Heldinnenreise überzeugend verbindet. Ich kann das Buch allen empfehlen, die Lust auf moderne Mythologie mit einer bodenständigen Heldin haben.