Rezension

Blut an ihren Händen

Titel Blut an ihren Händen
Reihe
Band Einzelband
Autor Jaye Ford
Übersetzer Christiane Winkler
Illustrator
Verlag Blanvalet Verlag
Erschienen als Taschenbuch
Genre Thriller
Preis 9,99€ [RE]
Seitenzahl 448 Seiten
Bewertung ....

Blut an ihren Händen in drei Worten?

Stimmungsvoll, packend, bedrückend.

Wie ist das Cover?

Die Cover von Thrillern ähneln sich meist schon ein wenig. Oft hat man eine fliehende Person im Vordergrund, in vielen Fällen Frauen, und die Farbgebung bereitet mit seinen eher düsteren Farben auf den Buchinhalt vor. So auch bei Blut an ihren Händen. Die Frau mit ihrer roten Jacke ist der Blickfang im eher bläulich-kühlen Cover. Der weiße, ein wenig zerkratzte Titel ist ebenfalls ein Blickfang.

Wie war die Handlung?

Von der Handlung möchte ich euch gar nicht groß erzählen. Ihr wisst, ich spoilere nicht und gerade bei einem Thriller kann und möchte ich euch nichts vorweg nehmen. Immerhin leben Thriller von ihren Wendungen und überraschenden Eingebungen. Ich kann euch allerdings sagen, dass das Buch stellenweise enorm spannend war, zwischenzeitliche Zeitsprünge diese Spannung ein wenig rausnehmen, ich allerdings nichtsdestotrotz weiterhin im Buch gefangen war. Das Buch hat etwas an sich, dass einen packt und nicht mehr loslässt. Bis zum Schluss. Nur so viel sei verraten: Rennies Freund Max verschwindet und keiner will so recht an ein Verbrechen glauben.

Wie waren die Figuren?

Wir haben eine Handvoll wichtiger Figuren: Rennie, Max, dessen Bruder James und Max‘ Sohn Hayden. Zudem spielt Rennies Vergangenheit eine gewichtige Rolle, die sich zu einer Art Parallelhandlung neben Max‘ Verschwinden entwickelt. Rennie ist eine sehr interessante Protagonistin. Sie hat zwei Charaktere und führt eine Art Doppelleben. Dabei unterscheidet sie selbst zwischen ihrer Vergangenheit und Gegenwart, obwohl ich selbst beide in einem harmonischen Zusammenhang sah. Harmonisch hier nicht im Sinne von schön, sondern unterstützend. Max ist in vielen Punkten der Gegensatz zu Rennie. Er ist humorvoll, lebensbejahend und weltoffen. Rennie dagegen ist vorsichtig, geheimnisvoll und still. Doch irgendwie haben alle Figuren ihre kleinen Geheimnisse…

Wie war der Schreibstil?

Der Schreibstil war abwechslungsreich und passend. An spannenden Stellen wurde, dank der guten Wortwahl, noch mehr Spannung aufgebaut. Der Text floss nur so dahin. Die ruhigeren Stellen zeichneten sich durch einen gemächlicheren Schreibstil aus, wenn man das so sagen kann. Die Wortwahl hat mir außerordentlich gut gefallen und auch die Atmosphäre stimmte einfach.

Was war gut?

Ich bin ja keine belesene Thiller-Kennerin. Dennoch hatte mir Blut an ihren Händen wesentlich besser gefallen als Amokspiel, das zudem als Psychothriller deklariert wurde. Mir hat es gefallen, dass sich packende Szenen mit ruhigen abwechselten, ohne den Thriller langweilig werden zu lassen. Es wurde mit Emotionen gearbeitet und gespielt, die eine gewisse Nähe zwischen Leser und Protagonist entstehen ließen. Vor allem das Ende konnte mich begeistern und von sich überzeugen. Ich liebe schlüssige Enden und wurde hier mit einem wirklich guten belohnt.

Was war nicht so gut?

Wirklich viel habe ich nicht auszusetzen. Mit hat stellenweise ein wenig der Panikeffekt gefehlt, wenn ihr versteht, was ich meine. Mir hat der Nervenkitzel gefehlt, vor allem wenn es an einigen Stellen um Rennies Vergangenheit ging.

Kann ich Blut an ihren Händen weiterempfehlen?

Der Thriller hat mich gepackt und dazu verführt, das Buch am Stück auszulesen. Ein plausibles und angenehmes Ende, Spannung und viel Emotion haben das Buch beinahe an mir vorbeifliegen lassen. Wer einen guten Thriller sucht, der nicht blutig, aber dennoch spannend und gut zu lesen ist, sollte es mit Blut an ihren Händen probieren.
Ich danke Blanvalet für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Blut an ihren Händen.

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