Titel American Crown – Samantha & Marshall Reihe American-Crown-Dilogie Band 2. Band Autorin Katharine McGee Übersetzerin Michaela Kolodziejcok Illustrator:in – Verlag Fischer Sauerländer Erschienen als Taschenbuch Genre New Adult Preis 16,00 € (als Taschenbuch) Seitenzahl 446 Seiten Bewertung

American Crown – Samantha & Marshall hat für mich viele Parallelen zu The Crown und macht deswegen richtig Laune, aber in der Fortsetzung fühlte sich die Geschichte stellenweise leider zu konstruiert an. Trotz toller Royals-Atmosphäre und flüssigem Schreibstil haben mich die viel zu leichten Auflösungen deutlich gestört. Meine volle Lesemeinung liest du in meiner Rezension:
American Crown ist einfach The Crown zwischen zwei Buchdeckeln. Und das trifft auf den zweiten Band genauso zu wie auf den Auftakt. Das ist für mich auch der größte Pluspunkt. Die Intrigen am fiktiven amerikanischen Königshof, Glamour, Skandale und dieser typische Suchtfaktor, der einen schnell durch die Seiten fliegen lässt. Ein Traum. Leider gab es ein paar Punkte, die mir an der Fortsetzung weniger gut gefallen habe.
American Crown – Samantha & Marshall überzeugt zwar mit Setting und Protagonistin, ist aber weniger rund als Band 1
Samantha als Protagonistin mochte ich richtig gerne: Sie ist eine liebenswerte Chaotin, die ebenso liebevoll wie impulsiv ist und sich mit ihrer Art einen Platz in meinem Herzen gesichert hat. In ihrem Band geht es vor allem darum, wie sie aus dem Schatten ihrer perfekten Schwester Beatrice tritt und mit ihrer eigenen Eifersucht zu kämpfen hat. Denn natürlich denkt sie von sich, dass sie absolut das Zeug zur Königin hat. Falls dich ihre Gestaltung auch an Princess Magaret erinnert, bist du damit nicht alleine. Aber die Nähe zu The Crown ist für mich ein Pluspunkt.
Allerdings ist Sam mit ihrer impulsiven Art nicht für den Thron gemacht (anders als die vorbereitete Beatrice) und sorgt auch bei ihrem Love Interest für einiges an Aufruhr. Die Fake-Dating-Idee, die bereits in Band 1 zum Einsatz kam, wirkt hier ein wenig recycelt, war für mich aber noch in Ordnung. Abgesehen von Sam, Beatrice und Jefferson rücken mit Marshall, Theodore, Nina und Daphne (teilweise) neue Figuren in den Vordergrund. Alle sind gut konstruiert, auch wenn das Sympathielevel deutlich schwankt.
Was mich leider nicht wirklich überzeugen konnte: Die Probleme lösen sich viel zu einfach in Wohlgefallen auf und die Nebenhandlungen wirken überkonstruiert. Liebeswirren, Familiendramen und Hofintrigen lassen sich entweder mit extrem simplen Ansätzen oder mit extrem unrealistischen Auflösungen vollständig klären. Leider wurde damit auch einiges vorhersehbar, was ich enorm schade finde. Weil die Figuren, das Setting und der Schreibstil mir aber gut gefielen, habe ich American Crown – Samantha & Marshall nicht abgebrochen und stattdessen beendet.
Unterm Strich ist American Crown – Samantha & Marshall super für Fans von The Crown, die Royals-Drama als entspannte Unterhaltung zwischen zwei Buchdeckeln suchen. Samantha ist eine sympathische Figur, die man gerne begleitet, auch wenn der Folgeband schwächer ausfällt als der Auftakt. Das Ende bietet einen super Abschluss, für den man den nur auf Englisch erhältlichen Abschlussband der Trilogie nicht zwingend lesen muss.