Rezension

Tatort Hafen: Tod an den Landungsbrücken

Titel Tatort Hafen: Tod an den Landungsbrücken
Reihe Wasserschutzpolizei Hamburg Band 1
Band 1. Band
Autoren Kästner & Kästner
Übersetzer:in
Illustrator:in
Verlag Knaur Verlag
Erschienen als Taschenbuch
Genre Krimi
Preis 12,99 €
Seitenzahl 320 Seiten
Bewertung
Tatort Hafen: Tod an den Landungsbrücken
Tatort Hafen: Tod an den Landungsbrücken

Für einen guten Krimi bin ich immer zu haben. Weil mich das Cover und der Klappentext beim Buchshopping spontan so gut gefallen hatten, durfte Tatort Hafen: Tod an den Landungsbrücken mit nach Hause. Leider hat mich der Auftaktband mit gemischten Gefühlen zurückgelassen.

Fangen wir doch aber mit dem größten Pluspunkt an: Die größte Stärke von Tatort Hafen: Tod an den Landungsbrücken liegt eindeutig in der Atmosphäre. Der Hamburger Hafen wird wie ein fast schon lebendiger Charakter beschrieben: die salzige Luft, der Trubel und die perfekt getimten Abläufe. Man spürt die Liebe der Autoren zu ihrer Stadt und das norddeutsche Flair kommt auch sehr gut rüber. Wenn ihr Hamburg-Liebhaber seid, kommt ihr hier voll auf eure Kosten.

Leider gab es in Tatort Hafen: Tod an den Landungsbrücken einige Plot-Holes

Leider hat mich die Handlung nicht so sehr abholen können. Die Story wirkt stellenweise unlogisch und unrealistisch. Häufig geht auch alles ein wenig zu glatt und wird von Kleinigkeiten ins Rollen gebracht. Es wirkte einfach nicht rund. Und das Ende kam leider recht unspektakulär um die Ecke. Zwar gibt es Wendungen, die einen kurz aufhorchen lassen. Insgesamt ist in Sachen Spannung aber noch deutlich Luft nach oben.

Auch die Charaktere bleiben flach: Mit den Ermittler:innen konnte ich nicht wirklich mitfühlen, sie konnten mich nicht abholen. Zudem fand ich ihre privaten Dramen ziemlich überladen und aufgesetzt. Sie wurden an den falschen Stellen in der Geschichte eingebettet, wodurch sie fast schon klischeehaft wirkten. Also wäre eine Checkliste abgehakt worden, dass Ermittler:innen ein schicksalhaftes Privatleben brauchen. Man will sie mögen, aber es fehlt an echter Tiefe und Lebensnähe.

Spannung in Maßen

Spannend wird’s bei den Verfolgungsjagden, da hing ich dann auch gebannt am Hörbuch. Wer keine Mega-Spannung erwartet, kann den Roman trotzdem als entspannte Unterhaltung mit Regio-Vibes genießen.

Insgesamt ist Tatort Hafen: Tod an den Landungsbrücken ein durchwachsenes Debüt, das atmosphärisch überzeugt, aber bei Plot und Figuren strauchelt. Empfehlenswert für alle Hafenromantiker und Fans norddeutscher Kulisse. Für harte Krimifans eher nur als Zeitvertreib.

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