Titel Silver & Poison – Das Elixier der Lügen Reihe Silver & Poison-Dilogie Band 1. Band Autorin Anne Lück Übersetzer:in – Illustrator:in – Verlag Ravensburger Verlag Erschienen als Taschenbuch Genre Fantasy Preis 15,99 € Seitenzahl 448 Seiten Bewertung

Silver & Poison – Das Elixier der Lügen habe inzwischen zweimal gelesen – das erste Mal liegt schon eine ganze Weile zurück, und für Band zwei wollte ich mein Gedächtnis im Dezember unbedingt auffrischen. Also hieß es: Zurück zum Auftaktband. Und der hat mich damals wie heute wieder richtig gut abgeholt. Warum, das erfährst du in meiner Rezension:
Was mir an Silver & Poison – Das Elixier der Lügen besonders gut gefallen hat, ist das Worldbuildung: Wir sind in unserer realen Welt unterwegs, in der im Verborgenen Magier:innen leben, die sich in vier Gruppen aufteilen, jede mit eigenen Fähigkeiten und Regeln. Diese magische Ebene wirkt durchdacht, spannend und bietet viel Potenzial für die Reihe.
Silver & Poison – Das Elixier der Lügen überzeugt auf allen Ebenen
Unsere Protagonistin Lennox „Nox“ Silver ist eine Poisonerin und Teil einer Gang, die sich mit zwielichtigen Jobs über Wasser hält. Eigentlich will sie nur ihre Schulden loswerden, gerät dabei aber in eine Geschichte, die sehr viel größer ist, als sie anfangs ahnt. Gerade diesen Kontrast zwischen ihrem rauen Alltag und der größer werdenden Bedrohung fand ich sehr gelungen. Neben ihr stehen der gutaussehende Polizeibeamte Adam Hayes und die angehende Principal Isla Kennedy, die gleichzeitig Social-Media-Superstar ist, im Fokus. Dieses Trio funktioniert überraschend gut: unterschiedliche Hintergründe, unterschiedliche Ziele, aber eine Dynamik, bei der ich gerne dabeigeblieben bin, mit einigen sehr charmanten und witzigen Momenten.
Die Figuren sind die das Herzstück von Silver & Poison – Das Elixier der Lügen
Alle drei Figuren sind für mich klar die Stärke des Buches: Sie haben Ecken und Kanten, eigene Konflikte und wachsen spürbar an den Ereignissen. Ich habe ihre Entscheidungen meistens gut nachvollziehen können, mit ihnen mitgefiebert und mich über ihre kleinen Siege gefreut. Die Nebenfiguren fügen sich stimmig ein und unterstützen das Gefühl, dass diese magische Unterwelt größer ist, als der Auftaktband zeigen kann.
Die Handlung startet eher ruhig, nimmt sich Zeit, um Welt und Figuren einzuführen, und zieht dann etwa ab der Mitte spürbar an. Ab da entwickelt sich das Ganze zu einem regelrechten Wettlauf gegen die Zeit, bei dem es schnell um Leben und Tod geht. Viel mehr möchte ich dazu aus Spoilergründen nicht verraten, aber ich war beim Lesen sehr neugierig, wie alles zusammenläuft. Zum Schluss wartet ein richtig fieser Cliffhanger, der einen eigentlich direkt zu Band zwei greifen lässt – warum ich mir damit so lange Zeit gelassen habe, kann ich im Rückblick selbst nicht erklären. Aber ich bin froh, dass ich jetzt weitergelesen habe.