Rezension

Honigmilchtage

Titel Honigmilchtage
Reihe
Band Einzelband
Autor Julia Rogasch
Übersetzer
Illustrator
Verlag Forever Ullstein Verlag
Erschienen als E-Book
Genre Frauenroman
Preis 3,99€
Seitenzahl 391 Seiten
Bewertung

Honigmilchtage ist eines dieser Bücher, dessen Titel unglaublich verheißungsvoll klingt und einem ein Wohlgefühl verspricht. Leider konnte Julia Rogaschs Nordseeroman nicht das halten, was er mir versprach.

Honigmilchtage: Viel ungenutztes Potential

Honigmilchtage hatte in meinen Augen viel Potential, das absolute Wohlfühl-Buch zu werden. Aber leider wurde die Vorhersehbarkeit des Plots dem Roman zum Verhängnis. Denn selbst die schönste Idee konnte mich nicht umhauen, wenn die Figuren einfach zu klischeebeladen waren. Wirklich schade um eine wirklich schöne Idee.

Beginnen wir doch mit den Figuren. Protagonistin Carla ist unzufrieden in ihrem Job, weiß aber nicht recht, was sie mit sich anfangen soll. Soll sie kündigen? Den Sprung in die ungewisse Zukunft wagen? Immerhin hat sie ihren Traummann mit super Job, der sie im schlimmsten Fall auffangen würde. Die Geschichte nimmt ihren Lauf und das Leben entscheidet für Carla. Was mich hieran störte: Carla trifft keine wirklich selbstbestimmte Entscheidung, sondern lässt sich einfach treiben. Und so geht es im Laufe des Romans weiter. Ihren neuen Job als Motivationscoach empfand ich tatsächlich als ziemlich unpassend, denn gerade sie, die Ratschläge verteilt, hält sie selbst nicht ein.

Hinzu kommt, dass ich einige Wendungen sehr vorhersehbar fand: Die Geschichte um Carlas Schwester Marie, den Abschnitt mit Julius‘ Krankheit und schlussendlich die Wendung, die Carla gegen Ende des Romans selbst betrifft, konnten mich allesamt nicht überzeugen, da ich sie als zu klischeehaft empfand. In der Kombination waren sie mir leider zu viel des Guten.

Vorhersehbar und klischeehaft

Statt eines Wohlfühlbuchs, das der Titel schon verspricht, habe ich einen Roman bekommen, der so viel mehr Potential hatte, als er nutzte. Die Protagonistin empfand ich als sehr widersprüchlich, den Plot vorhersehbar und klischeebeladen. Den Figuren hätte ein wenig mehr Tiefe sowie mehr Ecken und Kanten wirklich gut getan. Denn alle Figuren sind immer nett, lieb und hilfsbereit. Wirkliches Krisenpotential gibt es eigentlich bei keiner der Figuren – nicht mal bei der Super-Ex von Julius.

Alles in allem konnte mich Honigmilchtage leider nicht von sich überzeugen. Die gesamte Handlung war einfach zu nett und vorhersehbar, um mir wirklich das Gefühl zu geben, mit den Figuren mitfiebern zu können. Auch konnten mich viele der Probleme der Protagonistin nicht wirklich berühren, was für mich ein wichtiger Punkt ist. Als positiv empfinde ich jedoch die Realitätsnähe der Probleme, da es sich um Probleme des tatsächlichen Alltags handelt. Für einige Stunden Muße und Entspannung ist Honigmilchtage gut geeignet.

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2 responses to “[Rezension] Honigmilchtage

  1. Hallo Nina,
    Danke für die Warnung! Der Titel „Honigmilchtage“ hätte mich definitiv auch angesprochen. Schade, dass bei dir die Cover nicht gezeigt werden, denn ich bin ein echter Cover-Käufer. Aber, hier ist das ja nicht so schlimm, denn dank deiner Warnung werde ich mir das Buch eh nicht zulegen.
    Hab einen schönen Tag!
    LG
    Yvonne
    #litnetzwerk

  2. Hallo Yvonne,

    lieben Dank für deinen Kommentar. Ja, das mit dem Buch ist wirklich schade gewesen. So viel verschenktes Potenzial. Und wegen des Covers: Daran arbeite ich gerade 🙂 Vielleicht kannst du bei einer zukünftigen Rezension ja von meiner Meinung und dem Cover überzeug werden? 😉

    Liebe Grüße
    Nina

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