Rezension

Die Sturmrose

Titel Die Sturmrose
Reihe
Band Einzelband
Autorin Corinna Bomann
Übersetzer:in
Illustrator:in
Verlag Penguin Verlag
Erschienen als Taschenbuch
Genre Roman
Preis 13,00 €
Seitenzahl 560 Seiten
Bewertung
Die Sturmrose
Die Sturmrose

Ich finde es immer schön, wenn Geschichten in Deutschland spielen. Und noch schöner, wenn sie sich dabei mit einem Stück neuerer Geschichte beschäftigen. Gerade dann, wenn die Themen nicht der Zweite Weltkrieg oder das Naziregime sind. Die DDR als historischer Hintergrund hat mich in Die Sturmrose sofort neugierig gemacht, und Corinna Bomann hat das Thema wirklich gut umgesetzt.

Die Sturmrose und ihre Schicksale

Der alte Kutter ist nicht nur ein charmantes Setting, er ist das Herzstück der Geschichte. Die Schicksale, die mit ihm verbunden sind, werden über Zeitsprünge und Rückblicke erzählt, die geschickt zwischen der Gegenwart und der DDR-Vergangenheit wechseln. Das hat mir sehr gut gefallen: Man bekommt nach und nach immer mehr Häppchen, alles fügt sich stimmig und logisch zusammen, und die Zeitsprünge haben das Lesetempo für mich sogar noch angenehm beschleunigt.

Corinna Bomanns Schreibstil trägt dazu bei: flüssig, angenehm und bildreich. Ich mag sie als Autorin sehr gerne, und Die Sturmrose hat das wieder bestätigt.

Annabel, Christian und die Frage nach der Vergangenheit

Die Figuren sind gut konstruiert, sympathisch und nahbar. Das ist mir bei Romanen generell wichtig, aber besonders dann, wenn eine Liebesgeschichte oder zumindest eine Liebeskomponente im Spiel ist. Annabel und Christian sind Figuren, in die man sich gut hineinversetzen kann. Ihre gemeinsame Suche nach der Frau von damals hat mich durchgehend gut unterhalten.

Die Sturmrose ist ein angenehmer, stimmungsvoller Roman mit einer schönen Mischung aus Gegenwart, Geschichte und Liebesgeschichte. Wer deutsche Schicksalsromane mit historischem Hintergrund mag und einen flüssigen, herzwarmen Schreibstil schätzt, ist hier genau richtig.

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