Rezension

Der König der Gaukler

Titel Der König der Gaukler
Reihe
Band Einzelband
Autor Andreas Otter
Übersetzer
Illustrator
Verlag Selfpublish
Erschienen als E-Book
Genre Historischer Roman
Preis 14,99€ (als TB) [LE] Werbung
Seitenzahl 382 Seiten
Bewertung

Bei keinem Buch habe ich mich am Ende so geärgert, wie bei Der König der Gaukler von Andreas Otter. Denn in Punkto „Kill your Darlings“ braucht der Autor definitiv keinerlei Nachhilfe.

Aber fangen wir von vorne an. Als ich bei der Lovelybooks Leserunde zu Der König der Gaukler als Gewinnerin ausgelost wurde, habe ich mich sehr gefreut. Denn das Buch war mir bereits zuvor ein Begriff – umso größer war dann meine Freude, dabei zu sein.

Der König der Gaukler – ein historischer Roman über Außenseiter

Die Romanhandlung ist in der Mitte des 14. Jahrhunderts in Deutschland verortet. Die Darstellung der Städte und Gesellschaft war sehr akkurat und gut recherchiert. Ich hatte an keiner Stelle des Romans das Gefühl, dass der historische Aspekt schlecht getroffen oder nur Fassade sei. Die historische Authentizität bei historischen Romanen von besonderem  Stellenwert für mich. In diesem Punkt war ich vollkommen zufrieden. Von Beginn bis Ende hat in Sachen Setting für mich einfach alles gepasst.

Der Plot war ebenfalls sehr spannend. Thematisch dreht sich in Der König der Gaukler alles um die wohl größten Außenseiter des Mittelalters: Die Juden und Gaukler. Umso schöner war es, dass die beiden Protagonisten des Romans aus eben jenen Bevölkerungsgruppen stammen und nicht stereotypisch dargestellt werden. Der Einstieg, gerade in Annas  Part der Geschichte, war sehr emotional und aufwühlend. Mit Simon hatte ich so meine Probleme, da er mich zu Beginn der Geschichte sehr stark befremdete, mich schlussendlich dann aber doch noch von sich überzeugen konnte. Die Gauklertruppe, denen sich die beiden anschließen, war mir sehr sympathisch. Umso tragischer empfand ich all die Wendungen und Entscheidungen, die im Laufe der Geschichte passierten. An dieser Stelle möchte ich euch aber nicht zu viel verraten, lest selbst.

Die Darstellung der Figuren fand ich durchgängig sehr realistisch und echt. Ich hatte nicht das Gefühl, dass die Rolle der Figur unpassend oder aufgesetzt wirkte. Von Stereotypen keine Spur. Daher hatte ich beim Lesen großen Spaß und habe bei jeder Figur mitgelitten, gehofft und gebangt.

Das Ende des Romans oder Das Leben ist kein Ponyhof

Woran ich stark zu knabbern hatte, war das Ende. Das Ende ist gut und passend – keine Frage – es hat mich nur sehr emotional zurückgelassen, weil ich nach all den Wendungen und Überraschungen doch die Hoffnung auf ein romantisches Happy End hatte. Aber was soll ich sagen, das Leben ist eben kein Ponyhof. Das Ende des Romans ist passt konsequent zur Handlung und zum Verlauf des Romans, mein kleines Romantikerinnenherz hat es allerdings angeknackst.

Alles in allem hatte ich viel Spaß beim Lesen von Der König der Gaukler und bin überaus dankbar für die Bereitstellung eines Leseexemplars im Zuge der Lovelybooks Leserunde. Ich kann das Buch LeserInnen empfehlen, die spannende historische Romane mit Authentizität schätzen. Ich danke Lovelybooks und Andreas Otter herzlich für die Bereitsstellung eines Leseexemplars von Der König der Gaukler.

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