Rezension

Das Meer der Seelen – Nur ein Leben

Titel Das Meer der Seelen – Nur ein Leben
Reihe Das Meer der Seelen
Band 1. Band
Autor Jodi Meadows
Übersetzer Michaela Link
Illustrator
Verlag Goldmann Verlag
Erschienen als Broschiertes Taschenbuch
Genre Fantasy, Dystopie, YA, Jugendbuch
Preis 12,99€ [RE] WERBUNG
Seitenzahl 352 Seiten
Bewertung .....

Das Meer der Seelen – Nur ein Leben in drei Worten?

Überraschend neu, impulsiv, intensiv.

Wie ist das Cover?

Das Cover ist so wunderschön! Eigentlich sieht man nur das Gesicht einer jungen Frau, und auch nur zur Hälfte, aber die verspielten Details machen das Cover zu einem Hingucker. Wirbel, Blumen und Schmetterlinge passen gut zum Inhalt des Buchs – nein, es geht nicht um Blumen und Schmetterlinge, aber der Schmetterling ist eine Art Symbol – und lassen das Cover verspielt wirken. Auch im Inneren finden wir die Schmetterlinge zu jedem Kapitelbeginn wieder.

Wie war die Handlung?

Die Handlung gefiel mir außerordentlich gut. Wir lernen Ana, unsere Protagonistin, kennen, als sie von zu Hause auszieht. Doch das Zuhause ist kein gewöhnliches und liebevolles Haus und auch die Welt, in die Ana nun geschickt wird, ist alles andere als normal. Die Welt, in der Ana lebt, konnte mich begeistern, ist neu und aufregend und doch alt. Ana ist die Einzige, die noch nie wiedergeboren wurde. Sie ist die einzige neugeborene Seele, in einem Meer aus alteingesessenen Seelen. Und die Probleme, die entstehen, wenn Neues in Althergebrachtes dringt, kann man sich vorstellen…

Wie waren die Figuren?

Ich liebe Ana. Und Sam. Und Stef. Und so viele andere, das hier gar nicht genug Platz ist, um euch von allen zu erzählen. Außerdem würde ich euch die ganze Spannung vorwegnehmen, was nun wirklich nicht mein Ziel ist. Ana ist ein Mensch, den ich gerne in den Arm genommen hätte. Sie ist die Außenseiterin, die niemand kennenlernen will, die niemand mag. Glaubt sie. Und dann ist da Sam. Er ist großherzig, liebevoll und freundlich und kommt mit Anas sarkastischen Art, ihrem Zynismus und ihren verborgenen Ängsten klar, denn auch in ihm schlummern Ängste.
Sams Freunde wollte ich einfach nur knuddeln. Sie sind alle so lieb und vorurteilsfrei, dass ich selbst gerne Teil dieser Gemeinschaft gewesen wäre.

Wie war der Schreibstil?

Ich habe den Schreibstil sehr genossen. Er ist jugendlich, frisch, aber nicht gewollt jung oder Ähnliches. Der Schreibstil ist unauffällig genug, um tief in die Geschichte einzutauchen, aber eigen genug, um einen Unterschied zu anderen Büchern zu machen. Durch die Ich-Erzählinstanz, fühlt man sich Ana näher und auch einige ihrer Eigenarten sind in den Schreibstil mit eingeflossen. Solche Anpassungen finde ich immer sehr vorteilhaft für eine Geschichte, da man so den Protagonisten noch näher kennenlernen kann. Und Ana macht es einem nicht immer leicht, sie kennenzulernen, doch der Schreibstil leidet nicht darunter.

Was war gut?

Ich mochte die Idee, ich mochte Ana und Sam und die anderen Figuren, ich mochte auch die Antagonisten, die Schwung in die Geschichte brachten, ich mochte das Setting der Welt – schlicht: Ich mag alles an diesem Buch. Es gibt nichts, woran ich etwas auszusetzen hätte. Ana ist zu Beginn keine ganz einfache Protagonistin, aber wer will es ihr verdenken? Sie ist dabei aber nicht verbohrt und stur, sie lernt dazu. Langsam, realistisch. Es war einfach glaubwürdig.

Gibt es etwas Außergewöhnliches?

Ich finde die Idee, der unsterblichen Seelen wirklich sehr außergewöhnliches. Und dass dann in diese Welt plötzlich eine neue Person kommt, birgt viel Potenzial. Man merkt, dass Das Meer der Seelen – Nur ein Leben der Auftaktband ist. Der Spannungsboden wird kontinuierlich, nicht zu schnell oder zu langsam aufgebaut, die Welt wird ausführlich erläutert und die Protagonistin wächst an sich und vor allem auch dem Leser ans Herz.

Kann ich Das Meer der Seelen – Nur ein Leben weiterempfehlen?

Ja! Ganz oft ja! Dieses Buch hat Suchtpotential, und wenn ich könnte, wie ich wollte, würde ich jetzt bereits Band 2 lesen und Band 3 bereits genüsslich kraulen. Die Geschichte hat alles, was ich brauche: Eine geniale Grundidee, die super ausgearbeitet wurde, tolle Protagonisten, die sich weiterentwickeln, Antagonisten, die mich auch überzeugen konnten und überraschende Wendungen. Auch emotional wird kein Stein auf dem anderen gelassen. Ich danke dem Goldmann Verlag herzlichst für das Rezensionsexemplar von Das Meer der Seelen – Nur ein Leben.

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