Reihen-Rezension

Tintenherz, Tintenblut & Tintentod

Titel Tintenherz, Tintenblut & Tintentod
Reihe Tintenwelt
Band 1. Band, 2. Band & 3. Band
Autorin Cornelia Funke
Übersetzer:in
Illustrator:in
Verlag Oetinger Verlag
Erschienen als Hardcover
Genre Phantastik, Jugendbuch
Preis 20,00 €, 22,90 € & 22,90 €
Seitenzahl 576, 732 & 768 Seiten
Bewertung
Tintenherz, Tintenblut & Tintentod
Tintenherz, Tintenblut & Tintentod

Es gibt Bücher, die liest man. Und dann gibt es Bücher, die wohnen für immer mietfrei im eigenen Kopf. Cornelia Funkes Tintenwelt-Trilogie gehört für mich zur zweiten Kategorie – und Cornelia Funke zu den Autorinnen, die ich einfach abgöttisch liebe. Aber fangen wir mal von vorne an.

Tintenherz, Tintenblut & Tintentod oder eine Plot-Idee, die jede:n Lesemenschen sofort erwischt

Hast du dir jemals gewünscht, Figuren aus Büchern einfach herauslesen zu können? Oder im Schlaf zu lesen? Meggie kann das. Und auch Mo, ihr Vater, kann Figuren mit seiner Stimme aus Büchern herauslesen – mit allen Konsequenzen, die das hat. Was das für Folgen haben kann, wenn so eine Gabe wirklich existierte, liest man in dieser Reihe so großartig aufgearbeitet, dass man sich als Lesemensch gleichzeitig wünscht, diese Fähigkeit zu haben, und froh ist, sie nicht zu haben. Diese Grundidee ist schlicht und ergreifend brillant. Und Cornelia Funke holt alles aus ihr heraus.

Drei Bände, eine Welt, unzählige Figuren zum Verlieben

Was mich durch alle drei Bände getragen hat, ist die Atmosphäre. Im ersten Teil baut sich die Welt erst auf – ein ordentliches Setting will schließlich erstmal etabliert sein – und man taucht Schritt für Schritt in die Tintenwelt ein. Im zweiten Teil zieht die Spannung merklich an, und im dritten läuft alles auf ein befriedigendes Finale hinaus. Wobei ein paar Fragen bewusst offen bleiben. Eine ordentliche Grundlage für Band 4, wie sich Jahre später herausstellte. 😉

Aber das eigentliche Herzstück der Reihe ist das Figurenpersonal. Meggie, Mo, Resa, Elinor, Darius, Farid, Fenoglio, Staubfinger – ich mag sie alle so sehr. Sie haben ihre Eigenheiten, niemand ist perfekt und sie alle lernen aus ihren Fehlern. Aber auch die Antagonisten sind herausragend: Capricorn ist für den Auftakt genau richtig, dunkel und bedrohlich, aber die Reihe tut gut daran, ihn nicht bis zum Ende zu strapazieren. Der Natternkopf, der in den späteren Bänden übernimmt, ist noch einmal eine ganz andere Hausnummer; ein Gegner, der die Geschichte in eine neue Dimension hebt. Und wie aus Mo durch Fenoglios Worte der Eichelhäher wird, der gemeinsam mit dem Schwarzen Prinzen Gutes tut, das war super spannend zu lesen.

Ich liebe einfach alles an dieser Reihe. Alles. Vor allem auch Cornelia Funkes Schreibstil, der das alles trägt. Sie schreibt so bildhaft, so atmosphärisch und mit so viel Liebe für ihre Figuren und ihre Welt, dass man sich beim Lesen wirklich mittendrin fühlt. Es ist kein Zufall, dass sie eine meiner absoluten Lieblingsautorinnen ist.

Tintenherz, Tintenblut und Tintentod sind für mich absolute Pflichtlektüre. Nicht nur für Fantasy-Fans, sondern für alle, die Bücher lieben und sich jemals gewünscht haben, in eine Geschichte hineinzufallen. Cornelia Funke hat mit der Tintenwelt etwas Einzigartiges geschaffen, das mich bis heute nicht loslässt. Jeweils 5 Sterne, und für die Trilogie als Ganzes noch einmal 5 Sterne obendrauf.

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