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Rezension

Eine Liebe in Neapel

Titel Eine Liebe in Neapel
Reihe –
Band Einzelband
Autorin Heddi Goodrich
Übersetzerin Judith Schwaab
Illustrator:in –
Verlag btb
Erschienen als Taschenbuch
Genre Roman
Preis 12,00 €
Seitenzahl 544 Seiten
Bewertung

Eine Liebe in NeapelDu bist auf der Suche nach einer absolut realistischen Liebes- und Lebensgeschichte zweier Menschen? Dann solltest du unbedingt in meine Rezension zu Eine Liebe in Neapel reinlesen:

Es gibt sie: Diese Geschichten, die bittersüß, wunderschön geschrieben, philosophisch und so realistisch sind, dass es fast schon wehtut. Genau so ein Buch ist auch Eine Liebe in Neapel. Im Zentrum der Geschichte steht nicht die Handlung, sondern die Gefühle der beiden Protagonisten.

Eine Liebe in Neapel ist ein Buch mit Zwischentönen

Es geht um die Beziehung zwischen Heddi und Pietro, um ihre Liebesbeziehung und die Probleme in dieser. Erzählt wird das Buch auf zwei Arten: der Vergangenheit aus Heddis Sicht, die ihre Studienzeit als erzählte Zeit umfasst, und ein Mailwechsel zwischen Heddi und Pietro in der Gegenwart. Da es keine Jahreszahlen gibt, könnte die Geschichte zu fast jeder Zeit spielen – was ich beim Lesen nicht als nicht störend empfand.

Besonders einprägsam fand ich die Charakterentwicklung der beiden Figuren. In der Studienzeit sind die beiden rebellisch, in Aufbruchsstimmung und hoffnungsvoll, in den Mails deutlich ruhiger, stellenweise resigniert, gegen Ende hin aber wieder hoffnungsvoll. Sie wirken wie echte Menschen, die Erfahrungen gesammelt, daran gewachsen sind und zu sich selbst gefunden haben.

Das ganze Buch hat etwas an sich, das so authentisch und lebensnah ist. Es wirkt wie die aufgeschriebene nicht immer glückliche Liebes- und Lebensgeschichte zweier Menschen, die eine besondere und einzigartige Zeit miteinander verbindet. Der Plot umfasst ihren Lebensalltag, teilweise stürmisch, teilweise geradezu erfrischend unaufgeregt. Wir haben Teil an den Gedanken und Gefühlen der Figuren, erleben diese für sie so besondere Zeit aus ihrem Blickwinkel und durchlaufen dabei alle Arten von Emotionen.

Ich bin ganz offen: Das Buch hat kein klassisches Happy End, dafür aber ein versöhnliches, das so tatsächlich auch passieren könnte. Unterschiedliche Lebensrealitäten und daraus resultierende Lebenswege, die für eine bittersüße Stimmung sorgen. Ich empfehle Eine Liebe in Neapel allen, die realistische Liebes- und Lebensgeschichten mögen, die verschiedene Zeitperspektiven nicht ablehnen und die mit einem Roman voller emotionaler Untertöne können.

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