Rezension

Frag mich nach Sonnenschein

Titel Frag mich nach Sonnenschein
Reihe
Band Einzelband
Autor Dorina Mellina
Übersetzer
Illustrator
Verlag Blanvalet Verlag
Erschienen als E-Book
Genre Roman
Preis Buch nicht mehr original erhältlich
Seitenzahl 172 Seiten
Bewertung

Ein Buch über typische italienische Klischees mit einer guten Portion Humor? Genau das richtige für mich als Halbitalienerin. Denn als solche sind mir einige der Klischees bereits persönlich begegnet. Wie mir Frag mich nach Sonnenschein gefallen hat, liest du hier.

Frag mich nach Sonnenschein lässt mich ambivalent zurück

Was mich an Frag mich nach Sonnenschein direkt angesprochen hat, war die grundlegende Idee: Protagonistin Laura, die als Italienerin nach Deutschland zog, macht aus der Not eine Tugend und gründet eine Agentur, die italienisches Flair auf Bestellung liefern soll. Hierbei soll mit so manchem Klischee aufgeräumt, mit anderen wiederum gekonnt gespielt werden. Doch leider war die Geschichte fernab der Agentur ein wenig zu dünn, aber von vorne.

Was mir gut gefallen hat, ist der Schreibstil von Dori Mellina. Sie schafft es auf charmante und lustige Weise, typisch italienische Klischees darzustellen und zu erklären, ohne sie als Lachnummer zu präsentieren. Hier konnte ich an einigen Stellen dank eigener Erfahrungen – Stichwort Telefonate mit der Großmutter – herzlich lachen, an anderen Stellen konnte ich etwas Neues lernen. Vor allem Lauras Eindrücke über die deutsche Kultur, die mir so selbstverständlich geläufig sind, waren für mich spannend zu lesen.

Was ich jedoch sehr schade finde: Die Geschichte in Frag mich nach Sonnenschein ist mir ein wenig zu farblos und dünn. Zwar gibt es neben dem Agentur-Handlungsstrang noch einen um Lauras Privatleben, beide Stränge lassen sich gefühlt jedoch nur schwer vereinen und werden nur oberflächlich angekratzt. So bleibt beispielsweise der weitere Verlauf von Lauras Beziehung offen und auch die Laufbahn der Agentur wird nach nur einem Fall nicht weiterverfolgt. Hier hätte ich mir ein wenig mehr Tiefe und Problemstellungen gewünscht, da vor allem der Auftrag der Agentur sehr glatt läuft. Auch ein paar Kapitel aus der Sicht von Lauras Freundinnen wäre spannend gewesen.

Alles in allem ist Frag mich nach Sonnenschein das perfekte Buch für regnerische Stunden, das mit charmanten Klischees ein Lächeln ins Gesicht zaubert und Fernweh nach Sonne, Strand und Meer hervorruft. Wer nach einer tiefgreifenden Geschichte sucht, ist mit Frag mich nach Sonnenschein nur bedingt gut beraten.

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