Rezension

Aber vielleicht wird auch alles gut

Titel Aber vielleicht wird auch alles gut
Reihe
Band Einzelband
Autorin Lea Melcher
Übersetzer:in
Illustratorin Lea Melcher
Verlag Piper Verlag
Erschienen als Taschenbuch
Genre Roman
Preis 15,00 €
Seitenzahl 336 Seiten
Bewertung
Aber vielleicht wird auch alles gut
Aber vielleicht wird auch alles gut

Wenn es einen Wohlfühlroman mit Tiefgang gibt, dann ist es Aber vielleicht wird auch alles gut von Lea Melcher. Was mir an ihrem Roman so gut gefiel und warum er eines meiner Buchhighlights 2021 ist, liest du hier:

Die wichtigste Information vorneweg: Leas Roman ist ein Own-Voices-Roman der Autorin Lea Melcher, in dem es um Angststörungen und deren Auswirkung auf das Leben betroffener Personen geht. Wenn diese Themen zu sensibel für dich sind, lies hier nicht weiter.

Was mir an Leas Roman so super gut gefallen hat: die Figuren, der Schreibstil, der Umgang mit dem Thema und die Illustrationen. Denn wer Leas Bücher kennt, weiß, dass sie mit sehr viel Fingerspitzengefühl sensible Themen vorstellt, wunderbar philosophische Bücher schreibt und perfekt-unperfekte Figuren in den Fokus nimmt.

In Aber vielleicht wird auch alles gut ist der Titel Programm

Im Roman geht es um Emilia, die unter Angststörungen leidet. Soziale Kontakte fallen ihr unglaublich schwer. Aber das war nicht immer so. Als ihre Krankheit den Höhepunkt erreicht, stellt ihr ihre Schwester ein Ultimatum: Therapie oder Kontaktabbruch. Und Emilia entscheidet sich für die Therapie – und beginnt damit ein ziemliches Abenteuer. Denn in der Praxis trifft sie vollkommen unerwartet auf Jack, ihren mehr oder weniger Ex-Freund, mit dem sie eine besondere Geschichte verbindet.

Emilia war mir von der ersten Seite an direkt super sympathisch. Ich mag sie gerade wegen ihrer Ecken und Kanten und habe auf jeder Seite ihre großartige und authentische Entwicklung gebannt verfolgt. Jack lernen wir ebenfalls näher kennen, wenn auch weniger stark als Emilia. Das liegt vor allem an der Erzählperspektive, tut aber weder der Geschichte noch meiner Sympathie für ihn einen Abbruch. Die beiden Figuren sind super liebevoll konstruiert und geben ein tolles – und vor allem lustiges – Paar ab.

Die Themen Angststörung und Therapie spielen in der Geschichte eine wichtige Rolle. Als Leser:innen werden uns der Ablauf und das Krankheitsbild nähergebracht, wir erleben auch Therapiestunden mit. Trotz des ernsten Themas ist der Roman echt unterhaltsam und lustig – allerdings ohne die Themen Therapie oder Angststörungen ins Lächerliche zu ziehen. Man merkt auf jeder Seite, dass Lea Ahnung von dem Thema hat.

Der Schreibstil ist wunderbar. Ich mag Leas Art zu schreiben. Sowohl philosophisch als auch locker, gut zu lesen und mit einem gewissen Charme. Das i-Tüpfelchen in Aber vielleicht wird auch alles gut sind die Zeichnungen, die Lea selbst gemalt hat. Sie sind einfach wunderschön und machen das Buch zu etwas Besonderem.

Der Plot hat mir auch gefallen, die Charakterentwicklung ist toll und das Ende hoffnungsvoll. Das wunderschöne, von Lea gezeichnete Cover sieht so aus, wie man sich nach der Lektüre fühlt: hoffnungsvoll!

Andere Beiträge

Rezension

Grisha – Lodernde Schwingen

Meine liebste Buddyreadparterin in Crime Yvonne und ich haben es getan: Wir haben das Grishaverse in nur einer Woche verschlungen. Und eines kann ich euch versichern: Am Ende der Trilogie hat mich Leigh Bardugo mit Grisha – Lodernde Schwingen ganz schön erwischt. Hier liest du mehr:

Weiterlesen.

Rezension

Grisha – Eisige Wellen

Nach dem großartigen Auftaktband mussten Yvonne und ich direkt weiterlesen. Unsere Leseeinteilung warfen wir dabei ziemlich schnell über Bord. Wie gut mir die Fortsetzung Grisha – Eisige Wellen gefiel, liest du hier:

Weiterlesen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

*

Ich stimme zu