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Rezension

Die Elefantenhüterin

Titel Die Elefantenhüterin
Reihe –
Band Einzelband
Autor Julia Dorsten
Übersetzer –
Illustrator –
Verlag Selfpublish
Erschienen als E-Book
Genre Historischer Roman
Preis 4,99€ [RE] Werbung
Seitenzahl 426 Seiten
Bewertung
Die Elefantenhüterin
Die Elefantenhüterin

Als ich die Gelegenheit bekam, Julia Dorstens Die Elefantenhüterin im Zuge einer Blogtour zu lesen, war ich direkt Feuer und Flamme. Immerhin handelt es sich hierbei um einen exotischen historischen Roman, der mit einer sehr gut recherchierten und liebevoll geschriebenen Geschichte aufwartet.

Das Autorenduo Julia Dorsten entführt uns in ein historisches Sri Lanka

Protagonistin von Die Elefantenhüterin ist Phera, die als Tochter des obersten Hüters der königlichen Elefanten auf die Welt kommt. Doch ihr Schicksal ist hart, denn ihr Vater erzieht sie mangels eines Erben als Jungen, damit sie ihrem Vater auf den Posten des Gajenayke Nilami nachfolgen kann. Bevor sich dieses Vorhaben erfüllen kann, erobern die Briten Sri Lanka und entthronen den König. Damit bricht für Phera ihre gesamte Welt zusammen, denn sie erfährt nicht nur, dass sie in Wahrheit ein Mädchen ist, sondern muss auch vor den britischen Besatzern flüchten, um ihr Leben zu bewahren.

Mehr möchte ich euch zum Inhalt nicht verraten, doch so viel sei gesagt: Dieser Roman hat es wirklich in sich. Nicht nur, dass das Autorenduo sehr gut recherchiert und die Geschichte Sri Lankas anschaulich dargestellt hat, auch die fikitionale Geschichte fügt sich perfekt in das große Ganze ein. Historisch belegte Persönlichkeiten treffen auf fiktive Figuren, die liebevoll und detailgetreu ausgearbeitet wurden. Beim Lesen hatte ich sofort Sympathien für Phera und ihre Familie – allen voran ihren Vater, der ein respektvoller und mutiger Anführer ist – sodass ich beim Lesen richtig mitfieberte. Das Ende, das mir gut gefallen hat, tat sein übriges. Auch verzichten die Autoren auf eine Schwarz/Weiß-Malerei und versuchen, den historischen Begebenheiten unvoreingenommen entgegenzutreten und nur ihre Figuren kommunizieren zu lassen. Beide Seiten, die der Bevölkerung und der britischen Armee, werden durch kluge Figuren sehr realistisch reflektiert.

Die Elefantenhüterin ist ein historischer Roman, der Fernweh weckt

Mit hat Die Elefantenhüterin wirklich viel Freude bereitet. Nichts an dem Roman wirkt erzwungen oder unpassend. Man spürt, dass sich die Autoren sehr gut mit dem Thema auseinandergesetzt haben. Zudem wurden historische Begebenheiten für den Leser sehr gut aufgearbeitet. Die Figuren entsprechen meiner Meinung nach voll und ganz ihrer Zeit und passen sich perfekt ein. Phera, die als Mädchen wie ein Junge erzogen wurde, sticht dadurch natürlich deutlich heraus, weckt aber nicht den Eindruck, als gehöre sie nicht in die Zeit. Eine Gradwanderung, die den Autoren sehr gut gelungen ist. Ich bedanke mich herzlich bei dem Autorenduo Julia Dorsten für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars im Zuge der Blogtour.

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