Hallo ihr Lieben!
168 Bücher. So viele ungelesene Bücher stehen gerade in meinem Regal und warten darauf, dass ich sie (endlich) lese. Ich führe seit Jahren eine ziemlich ausführliche Lesestatistik, aber eine Frage habe ich mir nie so richtig gestellt: Was liegt da eigentlich auf meinem Stapel ungelesener Bücher? Welche Genres, welche Formate und welche Bücher warten da eigentlich schon seit Jahren?
Genau das habe ich mir jetzt mal ganz genau angeschaut. Und so viel vorneweg: Ein paar Ergebnisse haben mich selbst überrascht.
Mein SuB in Zahlen: Ein kurzer Überblick
- SuB am 1. Januar 2026: 196 Bücher
- SuB heute (Stand Oktober 2026): 168 Bücher
- Neuzugänge 2026: 40 Bücher
- Gelesen oder aussortiert: 68 Bücher
Unterm Strich ist mein SuB in diesem Jahr also um 28 Bücher geschrumpft. Mein eigentliches Ziel waren fünf Bücher weniger pro Monat, also 136 Bücher zum Jahresende. Das werde ich wohl nicht mehr ganz schaffen. xD Aber ganz ehrlich: Ich habe so viele tolle neue Bücher gekauft und parallel super viele Bücher vom SuB gelesen, ich bin jetzt schon zufrieden.
Das Genre-Gleichgewicht: Lese ich, was ich horte?
Für diese Analyse habe ich alle 168 Bücher grob einem Genre zugeordnet und mit den 66 Büchern verglichen, die ich 2026 bisher gelesen habe:

Bei Fantasy passt alles zusammen: Fast die Hälfte meines SuBs ist Fantasy, und macht parallel auch etwa die Hälfte meiner gelesenen Bücher aus. Ob ich wohl ein Lieblingsgenre habe? Iwo! 😀
Interessant wird es an den Rändern:
- Romance und New Adult lese ich sofort. 19 meiner gelesenen Bücher hatten eine Liebesgeschichte im Mittelpunkt, auf meinem SuB liegen aber nur zwei. Diese Bücher ziehen bei mir ein und sind praktisch direkt wieder ausgelesen.
- Klassiker horte ich leider nur. Ich wäre ja gerne that girl, das einen Klassiker nach dem anderen verschlingt, aber … 15 Klassiker liegen auf meinem SuB, gelesen habe ich dieses Jahr keinen einzigen. Dazu gleich mehr.
- Gegenwartsliteratur wächst gerade. Viele meiner Neuzugänge aus dem Sommer sind Romane wie 22 Bahnen, Frau Komachi empfiehlt ein Buch oder Drei Wochen im August. Hier habe ich so viele Empfehlungen auf Instagram gesehen, dass ich sie mir näher angeschaut und dann gekauft habe.

Hardcover oder Taschenbuch: Was bleibt liegen?
Auf meinem SuB liegen 86 Taschenbücher, 76 Hardcover und fünf Hörbücher. Hardcover machen also fast die Hälfte aus. Bei meinen gelesenen Büchern sieht das ganz anders aus: 45 Taschenbücher, aber nur 20 Hardcover. Greife ich deswegen lieber zum Taschenbuch als zum Hardcover? Die Antwort darauf ist nicht so ganz einfach, denn dieses Jahr war mein absolutes Hörbuchjahr. Ich habe wahnsinnig viele Bücher über Hörbuchabos verschlungen. Dabei kam es mir deutlich mehr auf Titel, Thema und Genre als auf das Format an.

Klassiker-Ambitionen vs. Realität
Wahrscheinlich kennt ihr das auch: Es gibt Bücher, die man „eigentlich mal lesen müsste“. Bei mir sind das vor allem Klassiker, von denen viele noch aus meiner Studienzeit stammen: Jane Eyre, Anna Karenina, Die Elenden, Der Name der Rose, zwei Bücher von Jane Austen, die Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm in drei Bänden, Hugo von Hofmannsthal und noch einige mehr. Falls ihr Tipps habt, wie ich zur Klassiker-Maus werde, schreibt’s mir gerne in die Kommentare.
Die ehrliche Bilanz: Elf dieser 15 Klassiker liegen seit mindestens 2017 auf meinem SuB. 13 davon sind Hardcover – aber die sehen auch einfach so unendlich schön aus!
Bleibt die Frage: Warum behalte ich sie? Vor allem, weil ich finde, dass man gewisse Bücher einfach gelesen haben sollte. Sie sind entweder großartig geschrieben, erzählen super wichtige Geschichten oder sind Taktgeber für eine ganze Epoche.
Für einige habe ich mir schon einen Plan gemacht: Jane Eyre, Verstand und Gefühl, Mansfield Park und Anna Karenina möchte ich als Hörbuch hören. Gerade Anna Karenina ist ein unheimlich dicker Wälzer (nicht böse gemeint) und das schreckt mich ein wenig ab, um ganz ehrlich zu sein.
Mein Fazit: Was ich aus meiner SuB-Analyse mitnehme
- Fantasy lese ich genau so viel, wie ich kaufe – das passt.
- Romance und New Adult kaufe ich nur, wenn ich sie sofort lesen will.
- Klassiker und Hardcover sind meine SuB-Dauergäste.
Einen Kaufstopp lege ich mir nicht mehr auf, die Zeiten sind laaaange vorbei. 😀 Ich möchte die Freiheit haben, Bücher zu kaufen, wenn ich Lust auf sie habe. Aber ich möchte auch ältere Bücher endlich lesen oder aussortieren. Ein großer SuB ist schön, denn ich mag es, Auswahl zu haben. Wenn man aber über 10 Jahre zum Lesen braucht, ist der Lesegeschmack auch nicht mehr derselbe. Und dafür sind Bücher einfach zu teuer in ihrer Herstellung und die Geschichten darin einfach zu schade, um sie verstauben zu lassen.
Wie lange meine Bücher eigentlich auf dem SuB liegen, bevor ich sie lese, habe ich mir übrigens auch angeschaut: Da folgt bald eine weitere Kolumne. Und welche Reihen ich angefangen und nie beendet habe, verrate ich euch ebenfalls sehr bald. ^^
Und jetzt seid ihr dran: Wie sieht es bei euch so aus? Schreibt es mir gerne in die Kommentare!